In wenigen Tagen blickt die Fechtwelt wieder nach Heidenheim – beziehungsweise nach Herbrechtingen: Vom 5. bis 7. Februar 2026 finden die Heidenheimer Fechtertage statt. Austragungsort ist in diesem Jahr die Bibrishalle in Herbrechtingen, da die Karl-Rau-Halle aktuell umfassend saniert wird.
Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich eingeladen, live dabei zu sein, wenn sich internationale Top-Athleten im Herrendegen messen. Eintrittskarten sind direkt vor Ort zu einem geringen Preis erhältlich.
Der Zeitplan im Überblick
- Donnerstag, 5. Februar – Heidenheimer Pokal (Vorrunden)
08:00 – 18:00 Uhr: Vorrundenkämpfe - Freitag, 6. Februar – Heidenheimer Pokal (Einzel-Weltcup)
09:00 Uhr: Beginn Tableu der besten 64
17:00 Uhr: Finale mit anschließender Siegerehrung - Samstag, 7. Februar – Voith-Cup (Mannschafts-Weltcup)
08:00 Uhr: Beginn Tableu der besten 64
16:00 Uhr: Halbfinale
19:00 Uhr: Finale mit anschließender Siegerehrung
Internationale Turnierserie mit großer Tradition
Die Heidenheimer Fechtertage zählen zu den traditionsreichsten Fechtveranstaltungen weltweit. Seit 1953 wird der Heidenheimer Pokal ausgetragen und gilt heute als eines der stärkst besetzten Weltcup-Turniere im Herrendegen.
Ergänzt wird das Event durch den Voith-Cup, den offiziellen Mannschafts-Weltcup für Nationalteams, der seit 2011 Teil der internationalen Weltcupserie ist und unter dem Namen des Heidenheimer Unternehmens Voith ausgetragen wird.
Der frühere Coupe d’Europe, ein Vereins-Mannschaftswettbewerb, wird inzwischen separat terminiert und ist kein Bestandteil mehr der Fechtertage.
Große Namen und eine Heidenheimer Legende
Die Siegerlisten der Heidenheimer Fechtertage sind international hochkarätig. Zu den Gewinnern des Heidenheimer Pokals zählen unter anderem:
- Masaru Yamada (Japan) – Sieger 2024
- Jonathan Willis (Großbritannien) – Sieger 2007, der zeitweise auch in Heidenheim trainierte
- Fabian Schmidt (Deutschland) – Sieger 2001
- Arnd Schmitt (Deutschland) – Sieger 1996
Eine ganz besondere Bedeutung für Heidenheim hat Paul Gnaier: Der gebürtige Heidenheimer aus Schnaitheim gewann 1960 den Heidenheimer Pokal und prägte den Fechtsport in der Stadt über Jahrzehnte – nicht nur als erfolgreicher Athlet, sondern auch als Organisator und Förderer. Er gilt als eine der zentralen Persönlichkeiten des Heidenheimer Fechtsports, das heutige Paul-Gnaier-Fechtzentrum erinnert bis heute an sein Wirken.
Auch der Voith-Cup blickt auf eine hochklassige Historie zurück. Zuletzt siegte Ungarn im Jahr 2024 vor Japan und Frankreich.
Lokale Starter mit internationalem Anspruch
Besonders spannend aus regionaler Sicht: Auch Fechter aus Heidenheim werden 2026 wieder am Start sein und sich mit der internationalen Konkurrenz messen. Für Fans bietet sich damit die Gelegenheit, Weltklasse-Sport und lokale Athleten hautnah zu erleben.
Live dabei – vor Ort oder im Stream
Wer es nicht in die Halle schafft, kann die Gefechte auch online verfolgen:
- Livestream: www.fie.org/live
- Ergebnisse & Live-Ticker: www.fencingtimelive.com/?t=17419

