29. November 2025 / Aus aller Welt

Acht weitere Festnahmen nach Großbrand in Hongkong

Nach dem verheerenden Brand in einer Hongkonger Hochhausanlage ermittelt nun die Anti-Korruptionsbehörde. Offensichtlich gab es bei den Renovierungsarbeiten eklatante Sicherheitsmängel.

Nach dem Brand in einer Wohnanlage in Hongkong gelten weiterhin rund 200 Personen als vermisst.
Veröffentlicht am 29. November 2025 um 03:34 Uhr

Im Zuge des schlimmsten Brands in der jüngeren Geschichte Hongkongs mit weit mehr als 100 Toten sind acht weitere Personen festgenommen worden. Dabei handelt es sich laut der Anti-Korruptionsbehörde der Stadt um sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 40 und 63 Jahren. Vier der Festgenommenen sollen für eine Beratungsfirma arbeiten, die die Renovierungsarbeiten der nun abgebrannten Wohnanlage überwachen sollte. Drei weitere Personen sind für ein Subunternehmen im Gerüstbau tätig. Der achte Festgenommene diente als Mittelsmann für das Projekt. 

Zuvor hatte die Hongkonger Polizei bereits am Donnerstagmorgen drei Männer wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung festgenommen - zwei Direktoren und einen technischen Berater eines Bauunternehmens. Sie sollen nicht zugelassene Materialien für die Gerüstnetze verwendet und die Fenster mit Polystyrolplatten versiegelt haben. Die leicht entflammbaren Materialien sollen bei der rasanten Ausbreitung des Feuers eine Schlüsselrolle gespielt haben. 

Nach derzeitigem Kenntnisstand starben beim Großbrand des Wohnkomplexes Wang Fuk Court im Hongkonger Stadtteil Tai Po mindestens 128 Menschen. Zudem gelten weiterhin rund 200 Menschen als vermisst, wie es von den Behörden hieß. Auch einige Leichen seien noch nicht identifiziert. Die Feuerwehr löschte mittlerweile die Flammen und beendete die Such- und Rettungsarbeiten.


Bildnachweis: © Vernon Yuen/Nexpher via ZUMA Press Wire/dpa
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