10. August 2026 / Aus aller Welt

Behörden in Polen warnen vor freilaufender Raubkatze

Ist es ein Puma? Eine Großkatze sorgt in Polen für Aufregung: Behörden warnen vor dem Raubtier und raten, Wälder zu meiden. Was bislang über das Tier bekannt ist.

Die Behörden in Polen warnen vor einer freilaufenden Raubkatze. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 10. August 2026 um 17:01 Uhr

In Polen haben die Behörden vor einer freilaufenden Raubkatze gewarnt. Möglicherweise könnte es sich dabei um einen Puma handeln - bestätigt ist das aber noch nicht. Das Tier sei in der Gegend des Dorfes Osiek-Wolka etwa 75 Kilometer nördlich von Warschau gesichtet worden, teilte das örtliche Krisenzentrum mit.

Jäger hätten nachts durch ein Fernglas ein großes, einem Puma ähnlich sehendes Tier ausgemacht, sagte ein Sprecher des Krisenzentrums der Boulevardzeitung «Fakt». Später fand man im Gelände Spuren, die nach Ansicht von Fährtenkennern von einem Raubtier stammen könnten. «Das war kein kleines Kätzchen, sondern eine große Raubkatze», so der Sprecher. Da ein Puma bis zu 35 Kilometer am Tag zurücklege, sei nicht ausgeschlossen, dass das Tier inzwischen woanders unterwegs sei.

Bürger sollen nicht versuchen, das Tier einzufangen

Die Menschen in der Region wurden aufgefordert, Wälder und bewaldete Gebiete zu meiden und Kinder nicht ohne Aufsicht draußen spielen zu lassen. Wer die Raubkatze sehe, soll sich dem Tier nicht nähern und auch nicht versuchen, sie zu fangen oder zu vertreiben. Die Forstbeamten patrouillieren im Gelände, es wurden auch Wildkameras aufgestellt. 

Der Puma hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Nord- und Südamerika und gehört nicht zu den heimischen Tierarten in Polen. Bislang ist bei den Behörden noch keine Meldung eingegangen, dass ein Puma aus einem örtlichen Zoo oder einer legalen Zucht entflohen ist.


Bildnachweis: © Friedemann Kohler/dpa
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