3. Januar 2026 / Aus aller Welt

Berühmter Elefantenbulle Craig in Kenia gestorben

Seine Stoßzähne, die fast bis zum Boden reichten, machten Craig zu einer Ikone. Nun starb der Elefantenbulle im Alter von über 50 Jahren.

Craigs Stoßzähne waren über weite Entfernungen in den Savannen und Feuchtgebieten sichtbar. (Archivbild)
Veröffentlicht am 3. Januar 2026 um 12:06 Uhr

Einer der berühmtesten Elefanten Afrikas ist tot. Der Elefantenbulle Craig, bekannt für seine großen Stoßzähne, starb im Amboseli-Nationalpark im Süden Kenias im Alter von etwa 54 Jahren, wie die kenianische Parkbehörde Kenya Wildlife Service mitteilte.

«Früh heute Morgen haben der Amboseli-Nationalpark, Kenia – und in der Tat die Welt – eine wahre Ikone verloren», erklärte die Parkbehörde. Craig sei aufgrund seines hohen Alters und seines langen Lebens in freier Wildbahn eines natürlichen Todes gestorben.

45 Kilo schwere Stoßzähne - einer der letzten seiner Art

Craig zählte zu den wenigen noch lebenden Elefantenbullen mit außergewöhnlich langen und schweren Stoßzähnen, die jeweils mehr als 45 Kilogramm wogen. Diese Tiere werden als «Super Tuskers» bezeichnet und sind in Afrika nur noch in sehr geringer Zahl zu finden. Craig wurde 1972 geboren und entstammte der seit Jahrzehnten erforschten CB-Elefantenfamilie. Seine Stoßzähne reichten fast bis zum Boden und waren über weite Entfernungen in den Savannen und Feuchtgebieten des Nationalparks sichtbar.

Ranger und Safari-Guides beschrieben Craig als ungewöhnlich ruhig für einen dominanten Bullen. Nach Angaben der Parkbehörde «schien Craig seinen Platz in der Welt zu verstehen». Er habe häufig angehalten und stillgestanden, während Touristen ihn fotografierten. Der Elefant sei zu einem Symbol erfolgreicher Naturschutzarbeit geworden, hieß es.

Dass Craig so lange überlebte, gilt als Sieg über die Wilderer

Craig zeugte mehrere Kälber und trug damit zur Weitergabe seltener genetischer Merkmale bei, darunter die Veranlagung zu besonders großen Stoßzähnen. Diese Eigenschaft ist infolge jahrzehntelanger Wilderei selten geworden. Trotz Schutzmaßnahmen gelten diese Elefanten als stark gefährdet. In Ostafrika gibt es nur noch wenige Exemplare. Sein langes Überleben sei dem konsequenten Schutz durch die Parkbehörde und die lokale Gemeinschaft vor Wilderern zu verdanken, erklärte die Parkbehörde.

In Kenia und darüber hinaus bekannt wurde Craig auch durch eine Kampagne eines kenianischen Getränkeherstellers, der den Elefanten 2021 symbolisch adoptierte, um auf den Schutz von Elefanten aufmerksam zu machen.


Bildnachweis: © -/Kenya Wildlife Service/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Dischingen-Eglingen - Tödlicher Verkehrsunfall / ein 19 Jahre alter Mann verstar...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Am Samstag gegen 14:55 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Aalen ein automatisierter Notruf, ein...

weiterlesen...
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
SWR

Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.

weiterlesen...
Heidenheim/A7 - Unfall beim Fahrstreifenwechsel / Ein Verkehrsunfall mit hohem S...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Der Unfall ereignete sich gegen 17.45 Uhr. Der 36-Jährige Mercedes-Fahrer fuhr auf der A7 in Richtung...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Aus aller Welt

Die Grippewelle nimmt an Fahrt auf. Immer mehr Menschen stecken sich an, einige müssen ins Krankenhaus. Experten mahnen: Influenza ist eine ernstzunehmende Krankheit und kein «Schnüpfchen».

weiterlesen...
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
Aus aller Welt

In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Aus aller Welt

Die Grippewelle nimmt an Fahrt auf. Immer mehr Menschen stecken sich an, einige müssen ins Krankenhaus. Experten mahnen: Influenza ist eine ernstzunehmende Krankheit und kein «Schnüpfchen».

weiterlesen...
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
Aus aller Welt

In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

weiterlesen...