9. Januar 2026 / Aus aller Welt

Bevölkerung soll Wintervögel melden

Zählen für den Naturschutz: Warum Wintervögel jetzt besonders gut zu beobachten sind und wie jeder bei der Aktion mitmachen kann.

Gerade wenn es kalt ist, kann an den Futterstellen viel los sein. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 9. Januar 2026 um 04:00 Uhr

Welche Vögel zeigen sich am Futterhaus? Das sollen Bürgerinnen und Bürger von Freitag bis Sonntag (9. bis 11. Januar) wieder bei der «Stunde der Wintervögel» beobachten. Bereits zum 16. Mal rufen der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gemeinsam zu der Mitmachaktion auf. Diese erhoffen sich dadurch Erkenntnisse darüber, wie sich die Vogelwelt von Jahr zu Jahr verändert.

Welche Vögel können beobachtet werden?

Wegen der frostigen Temperaturen stehen die Chancen gut, dass sich viele Vögel an den Futterstellen zeigen. «Sind Samen in den Wäldern rar oder durch Frost und Schnee nicht zugänglich, weichen viele Arten auf Gärten oder Parks aus», erläutert die LBV-Biologin Angelika Nelson. 

Typische Wintervögel sind heimische Arten wie Haus- und Feldsperling, Kohl- und Blaumeise, Amsel oder Rotkehlchen. Es können aber auch Wintergäste aus Skandinavien wie Bergfinken und Erlenzeisige auftauchen, die hierzulande überwintern. In den vergangenen milden Wintern seien zudem Zugvögel wie Zilpzalp, Mönchsgrasmücke oder Star hier geblieben, statt weiter in den Süden zu ziehen, erläutert Nelson. 

Wie funktioniert die Mitmachaktion genau?

Wer mitmachen möchte, soll in dem Zeitraum eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Balkon, vor dem Fenster oder im Park zählen und über das Meldeformular auf der Projekt-Homepage, per App oder beim LBV per Post melden. Dabei notiert man von jeder Art die höchste Anzahl, die während dieser Stunde zum selben Zeitpunkt zu sehen ist. 

Auf keinen Fall sollte man dem Nabu zufolge die in dem Zeitraum beobachteten Vögel einfach zusammenzählen. Sonst besteht die Gefahr, dass diese mehrfach erfasst werden. Wichtig ist außerdem, dass man von einem festen Ort - also nicht beim Spazierengehen - zählt. 

Was gibt es Neues?

Ein besonderes Augenmerk legt der LBV in diesem Jahr auf die Vögel in der Stadt. Traditionell beteiligen sich nach dessen Angaben an der Mitmachaktion mehr Menschen, die auf dem Land leben. Vogelarten wie die Amsel haben aber Städte für sich als Lebensraum entdeckt. «Parks und Gärten in Städten bieten oft ein ganzjähriges Nahrungsangebot, besonders wenn es dort Futterstellen gibt» erläutert Nelson. Außerdem sei es in den Städten wärmer, was den Vögeln beim Überleben im Winter helfe.


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Dischingen-Eglingen - Tödlicher Verkehrsunfall / ein 19 Jahre alter Mann verstar...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Am Samstag gegen 14:55 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Aalen ein automatisierter Notruf, ein...

weiterlesen...
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
SWR

Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.

weiterlesen...
Heidenheim/A7 - Unfall beim Fahrstreifenwechsel / Ein Verkehrsunfall mit hohem S...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Der Unfall ereignete sich gegen 17.45 Uhr. Der 36-Jährige Mercedes-Fahrer fuhr auf der A7 in Richtung...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Aus aller Welt

Die Grippewelle nimmt an Fahrt auf. Immer mehr Menschen stecken sich an, einige müssen ins Krankenhaus. Experten mahnen: Influenza ist eine ernstzunehmende Krankheit und kein «Schnüpfchen».

weiterlesen...
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
Aus aller Welt

In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Aus aller Welt

Die Grippewelle nimmt an Fahrt auf. Immer mehr Menschen stecken sich an, einige müssen ins Krankenhaus. Experten mahnen: Influenza ist eine ernstzunehmende Krankheit und kein «Schnüpfchen».

weiterlesen...
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
Aus aller Welt

In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

weiterlesen...