1. April 2026 / Aus aller Welt

Countdown läuft: Bemannte Mondmission soll starten

Nach Verzögerungen wegen technischer Probleme soll es nun losgehen: Mit «Artemis 2» sollen erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen Richtung Mond fliegen - und vielleicht weiter als je zuvor.

Die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren steht an.
Veröffentlicht am 1. April 2026 um 07:01 Uhr

Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sollen in der Nacht zum Donnerstag wieder Menschen in Richtung Mond starten. An Bord einer «Orion»-Kapsel sollen vier Astronauten mit dem Raketensystem «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Um 0.24 Uhr MESZ (18.24 Uhr Ortszeit) öffnet sich dafür ein rund zweistündiges Startfenster. 

Mit der auf etwa zehn Tage angelegten «Artemis 2»-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen. 

Auch Europa an der Mission beteiligt

Alle an «Artemis 2» beteiligten Menschen seien «extrem aufgeregt», sagte Nasa-Manager Jeff Spaulding bei einer Pressekonferenz. «Sie verstehen die Bedeutung dieser Mission.» Auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa ist daran beteiligt und steuert unter anderem ein im Bremer Airbus-Werk gefertigtes Servicemodul für die «Orion»-Kapsel bei.

«Artemis 2» sei ein «Meilenstein-Moment für die menschliche Exploration und für die Rolle, die Europa dabei spielt, die Menschheit auf den Mond zurückzubringen», sagte Esa-Chef Josef Aschbacher.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erwartet, dass Hunderttausende Menschen auf der Welt den Start verfolgen werden - per Livestream im Internet und viele auch von vor Ort in Florida. Hotels und Pensionen in einem weiten Umkreis um den Weltraumbahnhof herum waren komplett ausgebucht, und das zu größtenteils deutlich angehobenen Zimmerpreisen. An Stränden und in Parks sind Start-Partys geplant, eine Donut-Läden-Kette verkaufte eigens spezielle «Artemis 2»-Kringel. 

Der Start der krisengeplagten Mission «Artemis 2» war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden - und könnte sich auch diesmal aus unterschiedlichen Gründen noch verschieben. Die Nasa zeigte sich jedoch optimistisch, und die Meteorologen gaben die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Wetter mitspielen werde, mit 80 Prozent an.


Bildnachweis: © John Raoux/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...
Heimliches Filmen: Braucht es ein Verbot von Smart Glasses?
Aus aller Welt

Mit Smart Glasses ist es noch unauffälliger als mit dem Handy, fremde Menschen in der Öffentlichkeit heimlich zu filmen. Wie groß ist das Problem, wie wird dagegen vorgegangen und was bringen Verbote?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Aus aller Welt

Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.

weiterlesen...
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Aus aller Welt

Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Aus aller Welt

Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.

weiterlesen...
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Aus aller Welt

Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.

weiterlesen...