3. September 2025 / Aus aller Welt

Dobrindt wütend: Fall in Friedland zeige Systemfehler

Ein 31-Jähriger, dessen Asylantrag eigentlich abgelehnt war, soll an einem Bahnhof eine 16-Jährige vor einen Zug gestoßen haben. Bundesinnenminister Dobrindt sieht in dem Fall Behördenversagen.

Nach dem Tod einer 16-Jährigen am Bahnhof Friedland steht ein Iraker unter dringenden Verdacht. Bundesinnenminister Drobrindt (CSU) sieht Versäumnisse der Behörden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 3. September 2025 um 11:31 Uhr

Für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) werden im Fall der mutmaßlich getöteten 16-Jährigen im niedersächsischen Friedland Systemfehler sichtbar. «Ich habe auch kein Verständnis dafür. Und ich bin auch wütend», sagte der CSU-Politiker bei Welt TV. Dringend Tatverdächtig ist ein 31-jähriger Iraker, bei dem fraglich ist, warum er zum Zeitpunkt der Tat im August noch in Deutschland war. 

Der Mann soll das 2022 mit seiner Familie aus der Ukraine geflüchtete Mädchen am Nachmittag des 11. August gegen einen mit Tempo 100 durchfahrenden Güterzug gestoßen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Göttingen sind DNA-Spuren des Mannes an der Schulter des Opfers gefunden worden. Der Beschuldigte wurde per Unterbringungsbefehl in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Dysfunktionalität des Systems in «tragischer Weise» belegt

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hatte bereits am Freitag gesagt, der Fall zeige einmal mehr die massiven Probleme des sogenannten Dublin-Verfahrens, das die Verteilung von Asylbewerben in Europa regelt. Demnach hätte der Verdächtige nicht mehr in Deutschland, sondern in Litauen sein sollen.

«Das sind genau die Punkte, die die Dysfunktionalität dieses Systems leider in so unglaublich tragischer Weise belegen», sagte Dobrindt. «Ein Land, das überfordert ist mit einer zu hohen Zahl an Flüchtlingen, wird eben auch nicht mehr funktionierende Systeme zeigen können», sagte der Innenminister. Am Donnerstag will Niedersachsens Innenministerium den zuständigen Landtagsausschuss über den Fall informieren.


Bildnachweis: © Swen Pförtner/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Fasching in Heidenheim & Umgebung: Närrische Wochen im Landkreis
Aktuell

Fasching 2026 im Landkreis Heidenheim: Umzüge, Partys & Kinderfasching – alle wichtigen Termine von Heidenheim bis ins Umland auf einen Blick

weiterlesen...
Dischingen-Eglingen - Tödlicher Verkehrsunfall / ein 19 Jahre alter Mann verstar...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Am Samstag gegen 14:55 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Aalen ein automatisierter Notruf, ein...

weiterlesen...
Polarlichter über Heidenheim: Seltenes Naturschauspiel in der Nacht auf den 20. Januar
Aktuell

Ein besonderer Moment über Heidenheim: In der Nacht auf den 20. Januar leuchteten Polarlichter über der Stadt und im Landkreis.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Neue Woche beginnt im Nordosten mit Glättegefahr und Kälte
Aus aller Welt

Glatteisgefahr und Nebel bestimmen in Deutschland den Start in die neue Woche. Im Nordosten bleibt es zunächst weiter kalt - im Laufe der Woche sind mildere Temperaturen und Regen angesagt.

weiterlesen...
Wohl mehr Drogentote durch bestimmte Opioide als bekannt
Aus aller Welt

Bei synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazenen liegt die wirksame Dosis oft nah an der tödlichen. Zum Opfer werden vielfach sehr junge Menschen. Die Todeszahl wird wohl stark unterschätzt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Neue Woche beginnt im Nordosten mit Glättegefahr und Kälte
Aus aller Welt

Glatteisgefahr und Nebel bestimmen in Deutschland den Start in die neue Woche. Im Nordosten bleibt es zunächst weiter kalt - im Laufe der Woche sind mildere Temperaturen und Regen angesagt.

weiterlesen...
Wohl mehr Drogentote durch bestimmte Opioide als bekannt
Aus aller Welt

Bei synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazenen liegt die wirksame Dosis oft nah an der tödlichen. Zum Opfer werden vielfach sehr junge Menschen. Die Todeszahl wird wohl stark unterschätzt.

weiterlesen...