20. November 2025 / Aus aller Welt

Mehr als 50 Verletzte bei schwerem Zugunglück in Tschechien

Beim Zusammenstoß zweier Züge in Tschechien werden mehr als 50 Menschen verletzt. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Blick auf die Unglücksstelle nach der Kollision eines Schnellzuges mit einem Personenzug auf der Strecke zwischen den Orten Zliv und Divcice bei Ceske Budejovice (Budweis).

Beim Zusammenstoß eines Schnellzuges mit einem anderen Personenzug sind in Tschechien 57 Menschen verletzt worden. Fünf Schwerverletzte seien ins Krankenhaus in Ceske Budejovice (Budweis) gebracht worden, berichtete die Agentur CTK unter Berufung auf die Klinik. Die übrigen Betroffenen seien leicht bis mittelschwer verletzt worden.

Zu dem Unfall kam es demnach am Donnerstag kurz nach 6.00 Uhr morgens auf einem Streckenabschnitt zwischen den Orten Zliv und Divcice bei Ceske Budejovice (Budweis) im Südwesten des Landes, etwa 50 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. Die Züge, die in entgegengesetzten Fahrtrichtungen unterwegs waren, prallten frontal aufeinander, stürzten aber nicht um. Die Ursache für die Kollision ist noch nicht bekannt. 

Auch Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Rettungskräfte waren mit 11 Krankenwagen vor Ort, auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die Feuerwehr setzte unter anderem ein Zelt und Evakuierungsbusse ein. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Budweis und Pilsen eingerichtet. Die Eisenbahninspektion nahm vor Ort Ermittlungen zum Hergang des Unfalls auf. Ein Alkoholtest bei den Lokführern fiel der Polizei zufolge negativ aus.

Tschechien hat eines der dichtesten Eisenbahnnetze in Europa, doch die Nachrüstung vieler älterer Strecken wie dieser mit modernen Zugsicherungssystemen kommt nur schleppend voran. Der Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung, Jiri Svoboda, schrieb bei X: «Dieser Unfall hat einmal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, den Ausbau moderner Sicherungssysteme wie ETCS fortzusetzen», schrieb er bei X. Die vollständige Umstellung auf das European Train Control System (ETCS) sei bereits auf 620 Streckenkilometern erfolgt.


Bildnachweis: © Vaclav Pancer/CTK via AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Weihnachtsmärkte im Landkreis Heidenheim
Veranstaltung

Entdecke die schönsten Weihnachtsmärkte in Heidenheim und der Region – kompakt im Überblick und mit allen Terminen für die Adventszeit 2025.

weiterlesen...
Wildschwein-Gang stürmt eine Bank
SWR

Etwa 30 Wildschweine haben Ellwangen-Röhlingen ordentlich aufgewühlt. Die Tiere sind durch die Straßen gezogen und...

weiterlesen...
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
SWR

Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Pipeline-Leck: Brandenburgs Umweltministerin am Unfallort
Aus aller Welt

Mindestens 200.000 Liter Rohöl schießen nach einem Arbeitsunfall aus einer Pipeline in der Uckermark. Brandenburgs Umweltministerin möchte sich heute ein eigenes Bild der Lage machen.

weiterlesen...
Carreras sammelt 3,4 Millionen Euro für Leukämie-Stiftung
Aus aller Welt

Zum 31. Mal sammelt der Opernsänger José Carreras Spenden für seine Leukämie-Stiftung. Internationale und nationale Stars unterstützen den Spanier bei seiner Galaveranstaltung.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Pipeline-Leck: Brandenburgs Umweltministerin am Unfallort
Aus aller Welt

Mindestens 200.000 Liter Rohöl schießen nach einem Arbeitsunfall aus einer Pipeline in der Uckermark. Brandenburgs Umweltministerin möchte sich heute ein eigenes Bild der Lage machen.

weiterlesen...
Carreras sammelt 3,4 Millionen Euro für Leukämie-Stiftung
Aus aller Welt

Zum 31. Mal sammelt der Opernsänger José Carreras Spenden für seine Leukämie-Stiftung. Internationale und nationale Stars unterstützen den Spanier bei seiner Galaveranstaltung.

weiterlesen...