25. Mai 2025 / Aus aller Welt

Ein Jahr nach dem Hochwasser in Süddeutschland

Das verheerende Hochwasser in Baden-Württemberg und Bayern hinterließ im vergangenen Jahr massive Schäden. Seitdem zahlte allein Bayern 60 Millionen Euro an Geschädigte.

Vor einem Jahr hat das Hochwasser in Süddeutschland schwere Schäden angerichtet. (Archivbild).
Veröffentlicht am 25. Mai 2025 um 04:00 Uhr

Ein Jahr nach dem Hochwasser in Süddeutschland hat die bayerische Staatsregierung bereits mehr als 60 Millionen Euro aus verschiedenen Hilfsprogrammen an Geschädigte ausgezahlt. Wegen der schadensträchtigen Überflutungen Anfang Juni 2024 hatte die Regierung ein Soforthilfeprogramm beschlossen, das bis zu 200 Millionen Euro umfassen kann. Privatpersonen, Gewerbebetriebe oder auch Landwirte sollten so ihre Schäden ersetzt bekommen, auch wenn sie nicht versichert sind.

Nach ausgiebigen Regenfällen waren Bayern und Baden-Württemberg sowie nahe Regionen Ende Mai und Anfang Juni 2024 von einer verheerenden Flut getroffen worden. Mehrere Menschen starben. Ersten Schätzungen zufolge lagen die Schäden in beiden Bundesländern bei 4,1 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte damals unter anderem das bayerische Finanzministerium. 

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert die versicherten Schäden auf hochgerechnet zwei Milliarden Euro, unterscheidet aber ebenfalls nicht zwischen den Ländern. Im Vergleich der jüngeren Vergangenheit war das Juni-Hochwasser nach versicherten Schäden laut GDV eines der schwersten hinter dem August-Hochwasser 2002 mit 6,35 Milliarden Euro und dem Juni-Hochwasser 2013 mit 3,05 Milliarden Euro. Der GDV differenziert hier allerdings zwischen Hochwasser und anderen wasserbedingten Katastrophen. Die verheerende Ahrtalflut 2021 läuft in dieser Betrachtung unter Sturzflut.

Damit es in Zukunft weniger Schäden gibt, will Bayern weiterhin in den Hochwasserschutz investieren. Seit dem Jahr 2001 seien rund vier Milliarden Euro investiert worden, berichtet das bayerische Umweltministerium. Weitere Investitionen in Milliardenhöhe sind bis zum Jahr 2030 noch geplant. Mit dem Geld seien unter anderem mehr als 190 Kilometer Deiche sowie 70 Kilometer Hochwasserschutzwände neu gebaut und 340 Kilometer Dämme saniert worden.

Die Flutkatastrophe hat auch die Diskussion um eine Pflichtversicherung gegen Hochwasserschäden noch einmal in den Vordergrund gerückt. Nach Angaben des GDV ist nur etwa jedes zweite Gebäude in Deutschland gegen sogenannte Elementarschäden durch eine Versicherung geschützt. In Baden-Württemberg liegt der Anteil aus historischen Gründen bereits bei 94 Prozent. Die Versicherer fordern unterdessen ein Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Wasser wird knapp: Koh Samui rationiert Versorgung
Aus aller Welt

Die thailändische Trauminsel Koh Samui kämpft mit akuter Wasserknappheit. Anhaltende Dürre und der Tourismusboom haben die Vorräte überstrapaziert. Hotels kaufen bereits Wasser per Tankwagen zu.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...
1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Aus aller Welt

Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.

weiterlesen...