24. April 2026 / Aus aller Welt

El Niño kündigt sich an – Experten warnen vor Extremwetter

Wetterextreme im Anmarsch: Die WMO warnt vor einem starken El Niño, der globale Temperaturen weiter anheizen könnte. Was das für Afrika, Australien und den Alltag bedeutet.

El Nino bringt Dürren in manchen Weltregionen (Archivbild)
Veröffentlicht am 24. April 2026 um 12:32 Uhr

Die Anzeichen für ein baldiges starkes Wetterphänomen El Niño werden immer stärker. Darauf deuteten die rapide steigende Temperaturen der Meeresoberfläche im äquatorialen Pazifik hin, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf. Die Auswirkungen könnten bereits ab Mai spürbar werden.

Das Wetterphänomen sorgt einerseits für schwere Regenfälle in einigen Weltregionen, etwa in Teilen Afrikas oder in Südamerika, andererseits für Dürren, etwa in Australien oder Indonesien. El-Niño-Ereignisse heizen zudem die globalen Temperaturen zusätzlich an. 

Dem bislang heißesten Jahr 2024 ging zum Beispiel ein El Niño voraus. Damals lag die globale Durchschnittstemperatur bei etwa 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Auch 2027 könne in einem Bereich über 1,5 Grad liegen, sagte der Leiter der WMO-Abteilung für Klimavorhersagen, Wilfran Moufouma Okia, in Genf. 

Bald bessere Vorhersage möglich 

Die Berechnungsmodelle deuteten auf einen starken El Niño hin. Die Frühjahrsmonate seien allerdings traditionell kompliziert für Vorhersagen. Ab Mai gebe es mehr Stabilität und dann könnten bessere Vorhersagen getroffen werden. 

Das Wetterphänomen taucht alle zwei bis sieben Jahre natürlich auf. Es beginnt immer mit einer Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur. Die Bedingungen dauern meist zwischen neun bis zwölf Monaten.


Bildnachweis: © Aaron Ufumeli/AP
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