27. September 2025 / Aus aller Welt

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Überproduktion, Mindesthaltbarkeitsdaten und Ernährungsarmut: Was hinter der Verschwendung von Lebensmitteln steckt und warum das «Containern» weiterhin nicht legal ist.

Noch immer landen in Deutschland viel zu viele Lebensmittel im Hausmüll. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 27. September 2025 um 05:10 Uhr

In Deutschland werden nach Auffassung von Landwirtschaftsminister Alois Rainer zu viele Lebensmittel in den Hausmüll geworfen. «Allein in Deutschland sind es jedes Jahr fast elf Millionen Tonnen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Nur gemeinsam können wir es schaffen, diese immense Verschwendung wertvoller Ressourcen zu reduzieren.» Nach Angaben seines Ministeriums entfallen 60 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel auf private Haushalte.

An diesem Montag beginnt eine bundesweite Aktionswoche «Zu gut für die Tonne», um Menschen für dieses Problem zu sensibilisieren. Erste Veranstaltungen sollte es bereits am Wochenende geben. 

Was die Verbraucherzentralen dazu sagen

Aus Sicht der Verbraucherzentralen in Deutschland wäre es sinnvoll, wenn Lebensmittelabfälle gar nicht erst entstehen würden. Doch Überproduktion und Überangebot seien an der Tagesordnung. «Lebensmittel mit Mindesthaltbarkeitsdatum werden bis zu fünf Tagen vor Erreichen des Datums aus den Regalen entfernt und entsorgt», teilte der Bundesverband mit.

Zugleich gebe es Bedürftige, die Essen aus Containern holten, weil sie sich den Einkauf nicht mehr leisten können. Das wird gemeinhin als «Containern» bezeichnet. «Ernährungsarmut ist in Deutschland bittere Realität», konstatieren die Verbraucherzentralen auf ihrer Webseite zu diesem Thema.

Kein neuer Anlauf für Legalisierung des «Containerns»

Vor zwei Jahren gab es von der damaligen Bundesregierung einen Anlauf, um das «Containern» weitgehend zu legalisieren. Allerdings konnten sich die Bundesländer nicht auf eine einheitliche Linie verständigen.

Eine Einstimmigkeit wäre aber erforderlich gewesen, «weil die vorgeschlagene Änderung der Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren in den Zuständigkeitsbereich der Länder fiel», sagte ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Seinen Angaben zufolge plant das Fachressort derzeit keine neue Initiative zu diesem Thema.


Bildnachweis: © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kinderbedarfsbörsen in Heidenheim: Die wichtigsten Termine im Frühjahr 2026
Aktuell

Kinderbasare Frühjahr 2026 rund um Heidenheim: Alle Termine für Kleidung, Spielzeug & Babybedarf im Überblick – nachhaltig stöbern und sparen.

weiterlesen...
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
SWR

Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.

weiterlesen...
Holzlagerstätte brennt / Am Montag griff ein Feuer in Heidenheim auf ein Gebäude...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 17.50 Uhr meldeten Zeugen eine starke Rauchentwicklung in der Bachstraße. Dort brannte neben einem...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Schüler bei Bus-Crash auf A8 eingeklemmt und schwer verletzt
Aus aller Welt

Zwei Busse kollidieren, ein Schüler muss befreit werden, Lehrer und Mitschüler erleben den Unfall hautnah. Wie es zu dem Crash kam.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schüler bei Bus-Crash auf A8 eingeklemmt und schwer verletzt
Aus aller Welt

Zwei Busse kollidieren, ein Schüler muss befreit werden, Lehrer und Mitschüler erleben den Unfall hautnah. Wie es zu dem Crash kam.

weiterlesen...
«Verschwörungen»: Harry und Meghan verärgert über Royal-Buch
Aus aller Welt

Ein bald erscheinendes Buch über die Royals sorgt für Wirbel: Harry und Meghan kritisieren darin enthaltene Behauptungen als «Verschwörungen und Melodramatik».

weiterlesen...