28. Januar 2026 / Aus aller Welt

Es bleibt winterlich in weiten Teilen Deutschlands

Das winterliche Wetter hält auch am Mittwoch in vielen Regionen an. Im Nordosten führt das zu einem seltenen Naturschauspiel.

In Mecklenburg-Vorpommern führten die winterlichen Temperaturen zu einem seltenen Naturschauspiel.
Veröffentlicht am 28. Januar 2026 um 09:44 Uhr

Auch heute müssen sich die Menschen in Teilen Deutschlands auf winterliche Verhältnisse mit gefrierendem Regen, Glatteis und Schnee einstellen. Während sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Nordosten und Osten kalte Festlandsluft hält, gelangt in den Westen und Süden mit Tiefausläufern feuchte und etwas mildere Luft. 

Zuerst Regen, später teils Schnee

Über den Tag fällt laut dem DWD zunächst Regen im Westen, Südwesten und in Teilen der Mitte. Dabei seien vorübergehend örtlich gefrierender Regen mit Glatteisgefahr zu erwarten. In einem Streifen vom Ems- und Münsterland über Ostwestfalen, Nordhessen und Thüringen bis nach Oberfranken und zum Vogtland rechnen die Experten mit leichtem Schneefall. Ab Nachmittag falle auch im Südwesten die Schneefallgrenze. 

Warnung vor Glatteis und Verkehrsproblemen

Zuvor hatte der DWD für die Nacht zu Mittwoch in mehreren Regionen erneut mit Glatteis gerechnet und vor erheblichen Verkehrsproblemen gewarnt. Aus Sicht der Leitstellen der Einsatzkräfte blieb die Lage auf den Straßen in der Nacht allerdings entspannt.

Am Morgen warnte der Wetterdienst vor örtlichem Glatteis durch gefrierenden Regen - im Übergangsbereich von Schnee zu Regen vor allem in einem Streifen vom Nordwesten bis zum zentralen/östlichen Mittelgebirgsraum sowie in Teilen des Südens. Auch im Norden und Osten seien vereinzelt gefrierender Sprühregen oder Glätte durch etwas Schnee nicht ausgeschlossen. 

Einschränkungen im Bahnverkehr entspannen sich

Am Dienstag kam es im Bahnverkehr infolge von vereisten Oberleitungen und Weichen zu Einschränkungen, die sich im Laufe des Vormittags teils entspannten. In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen zeitweise eingestellt werden. Inzwischen sind fast alle Metrolinien wieder zumindest auf zentralen Abschnitten unterwegs. Allerdings ist auch heute weiter mit Einschränkungen zu rechnen.

Vereinzelt bleiben Schulen geschlossen

In Bayern findet nach den starken Schneefällen fast überall wieder Präsenzunterricht in den Schulen statt. Nur im mittelfränkischen Erlangen und im oberfränkischen Landkreis Kulmbach bleiben die Schulen auch heute noch geschlossen. Der Grund dafür ist in Erlangen, dass die hohe Schneelast viele Bäume rund um die Schulgelände beschädigt habe, teilte die Stadt mit. 

Auch im niedersächsischen Landkreis Vechta bleiben wegen Schnee und Glätte die Schulen geschlossen. Der Präsenzunterricht an den allgemein- und berufsbildenden Schulen falle heute aus, teilte der Landkreis mit. Der Schülertransport findet nicht statt. Schon in den vergangenen Tagen ist in einigen Landkreisen in Niedersachsen der Unterricht ausgefallen.

Deutschlands größter Binnensee zugefroren

In Mecklenburg-Vorpommern führten die winterlichen Temperaturen zu einem seltenen Naturschauspiel: Die Müritz - Deutschlands größter Binnensee - ist komplett zugefroren. Seit Anfang der Woche habe man die Bestätigung, dass die Eisdecke des Sees geschlossen ist, sagte Domenik Oldenburg vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe, Außenbezirk Waren. Das Randeis ist nach Angaben der Behörde etwa 20 bis 25 Zentimeter dick, soweit messbar.

Sturmtief «Joseph» fegt über Spanien und Portugal 

In den bei Deutschen beliebten Urlaubsländern Spanien und Portugal sorgte das Atlantiktief «Joseph» weiter für nasskaltes und stürmisches Winterwetter. Im südspanischen Torremolinos wurde am Dienstag eine Frau von einer umstürzenden Palme erschlagen, wie der Rettungsdienst 112 auf der Plattform X mitteilte. 

Für weite Teile der normalerweise sonnenverwöhnten Iberischen Halbinsel sagen die Meteorologen Sturmböen voraus – auf den Berggipfeln Mallorcas sogar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und südlich von Porto an der Küste Portugals von bis zu 140 km/h.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
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