25. Mai 2025 / Aus aller Welt

Strand-Bulldozer tötet Urlauberin in Italien

Tödlicher Strandspaziergang: In Cervia an der Adriaküste wird eine Lehrerin von einer Planierraupe überrollt. Warum war das Fahrzeug dort überhaupt?

Die Polizei ermittelt. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 25. Mai 2025 um 15:52 Uhr

An der italienischen Adriaküste ist eine 66 Jahre alte Urlauberin aus der Provinz Vicenza bei einem Strandspaziergang von einer Planierraupe tödlich erfasst worden – wegen fahrlässiger Tötung nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Das Unglück vor den Augen mehrerer Badegäste geschah am Samstagvormittag am Strand von Pinarella di Cervia in der Region Emilia-Romagna, rund eine Stunde nördlich von Rimini.

Bei den Ermittlungen steht laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa die Frage im Fokus, warum das Fahrzeug überhaupt am Wochenende und am Strand im Einsatz war. Medienberichten zufolge hielt sich die Frau am Wasser auf, als der Bulldozer rückwärts fuhr und sie überrollte. Der Fahrer soll rasch ausgestiegen sein und - unter Schock - um Hilfe gerufen haben. Der alarmierte Rettungsdienst konnte nur noch den Tod der Italienerin feststellen. 

Laut Ansa verbrachte die 66-Jährige, eine Lehrerin, einen Urlaub mit ihrem Ehemann an der Riviera. Bei dem Fahrer der Planierraupe soll es sich um einen 54-jährigen Italiener handeln, der in der Vergangenheit wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr verurteilt worden ist.

Fahrzeug illegal am Strand?

Unmittelbar nach dem Vorfall hieß es, die Planierraupe sei im Einsatz gewesen, um den Strand hübsch für die Saison zu machen. Die örtliche Rettungsschwimmer-Genossenschaft widersprach dieser Darstellung: Der Bulldozer sei nicht in ihrem Auftrag am Samstag unterwegs gewesen; die Vorbereitungsarbeiten seien bereits seit Wochen abgeschlossen.

Der Bürgermeister von Cervia erklärte auf Facebook, dass das Fahrzeug weder zugelassen gewesen sei noch habe es eine entsprechende Genehmigung für den Einsatz am Strand gegeben. Die Anwesenheit am Strand sei somit nicht autorisiert und illegal gewesen.


Bildnachweis: © Christoph Sator/dpa
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