Waldbrände haben am langen Maiwochenende die Feuerwehr in mehreren Bundesländern sowie in Tschechien in Atem gehalten. Erschwert wurden die Löscharbeiten von Trockenheit und mancherorts Wind, so dass sich die Feuer teils ausbreiteten. In Brandenburg, wo auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog die bislang größte Waldfläche der Saison brennt, verschärfte sich die Lage. Der seit Freitag lodernde Waldbrand dort hat sich inzwischen auf mehr als 110 Hektar ausgebreitet. Wegen des kräftigen Windes sei mit einer Ausdehnung des Feuers zu rechnen, sagte Antje Wurz aus dem geschäftsführenden Vorstand der Wildnisstiftung, die Eigentümerin der Fläche ist. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz - heute ein Naturschutzgebiet - sei eine Fläche von rund 113 Hektar betroffen. Das sei am Vormittag per Drohne gemessen worden. «Es ist außergewöhnlich, dass es so früh im Jahr einen solchen Waldbrand gibt», meinte die Forstwissenschaftlerin Wurz. Auf der Fläche hatte es in früheren Jahren bereits gebrannt. Das Feuer entstand am Freitagnachmittag in dem mit Munition stark belasteten Gebiet. Zunächst waren es laut Feuerwehr nur um die 2,5 Hektar. Wegen im Boden liegender Munition gestaltet sich die Brandbekämpfung schwierig, immer wieder kommt es zu Detonationen. Einsatzkräfte setzen auf Schutzstreifen, um das Feuer einzudämmen. Auch in Nordrhein-Westfalen kam es am Wochenende wegen mehrerer Wald- und Unterholzbrände zu großen Löscharbeiten. Feuerwehrleute waren am Sonntag den dritten Tag in Folge in einem unwegsamen Gelände in Attendorn im Sauerland im Einsatz. Der dortige Wald- und Vegetationsbrand war zwar seit Samstag unter Kontrolle, aber es werde bei den Nachlöscharbeiten noch nach Glutnestern gesucht, sagte ein Sprecher. Betroffen seien 41.000 Quadratmeter. Die Suche nach Brandnestern mit Hilfe einer Drohne sei am Sonntagmorgen weitergegangen und werde die Feuerwehr wohl noch bis Montag beschäftigen. Auch im Südwesten kam es zu Waldbränden. In Hessen flammte ein Brand nahe Romrod im Vogelsbergkreis wieder auf. Betroffen war einem Polizeisprecher zufolge eine Fläche von rund einem Hektar. Als Ursache vermutet die Polizei fahrlässige Brandstiftung, zeitweise musste die Bundesstraße 49 gesperrt werden. In Rheinland-Pfalz sorgte ein Waldbrand in unwegsamem und steilem Gelände im Landkreis Altenkirchen für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Nach Behördenangaben kämpften Hunderte Einsatzkräfte nahe Friesenhagen auf rund vier Hektar gegen die Flammen. Auch in Tschechien nahe der Grenze zu Sachsen brannten Wälder, begünstigt von Trockenheit. Dort kämpft die tschechische Feuerwehr mit einem Großaufgebot gegen ein Feuer in dem bei Touristen beliebten Nationalpark Böhmische Schweiz. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde auf rund 500 aufgestockt. Zudem sollten bis zu sieben Hubschrauber Wasser aus der Luft abwerfen. Das Feuer war am Samstagnachmittag in Rynartice, einem Ortsteil der Gemeinde Jetrichovice, ausgebrochen. Es erfasste bisher eine Fläche von rund einem Quadratkilometer, wie laut der Agentur CTK ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet. Die Polizei sperrte Straßen und rief die Menschen auf, das Gebiet zu meiden und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.Brände auch in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz
Brände in Hessen und Rheinland-Pfalz
Brand trifft Nationalpark Böhmische Schweiz nahe Sachsen
Bildnachweis: © Manuel Genolet/dpa
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Feuerwehren kämpfen gegen etliche Waldbrände
Trockenheit erschwert den Kampf gegen Waldbrände in Deutschland und Tschechien. Während sich in Brandenburg das Feuer ausbreitet, sind in Tschechien 500 Kräfte in einem Nationalpark im Einsatz.
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