Eine übermäßige Nutzung digitaler Medien kann den Bildungserfolg junger Menschen einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge negativ beeinflussen. «Eigene Auswertungen auf Basis der Pisa-Daten deuten darauf hin, dass mit steigender Nutzungsdauer digitaler Medien die durchschnittlich erzielten Pisa-Kompetenzpunkte tendenziell abnehmen», heißt es in dem IW-Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Das IW-Gutachten entstand den Angaben zufolge auf Basis einer Literaturanalyse sowie eigener Auswertungen des Pisa-Datensatzes. Die Forscher betonen, dass es weiteren Forschungsbedarf gibt. Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland debattiert, die Nutzung von sozialen Netzwerken für Kinder und Jugendliche zu beschränken. In dem IW-Gutachten heißt es, ein Social-Media-Verbot für bestimmte Altersgruppen oder strengere Vorgaben für die Anbieter würden allein nicht ausreichen, um junge Menschen besser zu schützen. «Ein Verbot wird möglicherweise nicht vollumfänglich durchzusetzen sein und zudem kann eine Verlagerung zu anderen Plattformen stattfinden, um die Verbote zu umgehen.» Insbesondere für die Eltern werde die Aufsichts- und Fürsorgepflicht für ihre Kinder beim Umgang mit sozialen Medien bestehen bleiben – auch um die Jugendlichen auf den Zeitpunkt vorzubereiten, an dem sie Social Media nutzen dürften. Hier sei dringend mehr Aufklärungsarbeit nötig – «einmal über die Gefahren einer unkontrollierten Nutzung der sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen, aber auch über die technischen Möglichkeiten, die vorhanden sind, um den Konsum der Social-Media-Nutzung der Kinder besser zu regulieren und zu kontrollieren». Ein mögliches deutsches Social-Media-Verbot für Kinder steht laut einem kürzlich veröffentlichten Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag vor rechtlichen Hürden. Diese ergeben sich vor allem aus EU-Recht, wie aus dem Gutachten hervorgeht. Auch das im Grundgesetz garantierte Erziehungsrecht der Eltern könnte «ein weiteres Hindernis für ein Verbot von Social-Media-Plattformen darstellen».Gutachten: mehr Aufklärungsarbeit vonnöten
Bildnachweis: © Elisa Schu/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gutachten: Mehr Aufklärung über Gefahren digitaler Medien
Ein Gutachten sieht einen Zusammenhang zwischen starker Nutzung digitaler Medien und dem Bildungserfolg junger Menschen. Warum auch Eltern im Fokus sind.
Meistgelesene Artikel
- 15. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 26. Juni 2026
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.
TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.
Neueste Artikel
- 15. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 15. Juli 2026
Reichtum, Öl und Allmacht: Der Sultan von Brunei wird 80
Goldene Kuppeln, 7.000 Luxusautos und ein Palast wie aus 1.001 Nacht: Der Sultan von Brunei regiert mit absoluter Macht – und bleibt auch im Alter eine ebenso schillernde wie umstrittene Figur.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Juli 2026
Reichtum, Öl und Allmacht: Der Sultan von Brunei wird 80
Goldene Kuppeln, 7.000 Luxusautos und ein Palast wie aus 1.001 Nacht: Der Sultan von Brunei regiert mit absoluter Macht – und bleibt auch im Alter eine ebenso schillernde wie umstrittene Figur.
- 15. Juli 2026
Aufzüge in Brüssel abgestürzt – keine weiteren Toten
Zwei Aufzüge stürzen in der belgischen Hauptstadt in die Tiefe. Erst nach Stunden können Einsatzkräfte den zweiten Aufzug öffnen und Gewissheit bekommen: Es gibt keine weiteren Opfer. Fragen bleiben.

