Eine Impfung gegen Meningokokken wird ab sofort für Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren empfohlen. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist am Mittwoch in Kraft getreten. Der Beschluss beruht auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), die bereits im vergangenen Oktober veröffentlicht wurde. Ziel ist einerseits der Schutz einer der Altersgruppen mit dem höchsten Erkrankungsrisiko, andererseits soll dadurch die Verbreitung der Erreger in der gesamten Bevölkerung nachhaltig verringert werden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt. Die Impfempfehlung betrifft die vier Untergruppen der Meningokokken A, C, W und Y. Meningokokken sind Bakterien, die durch Tröpfchen etwa beim Husten oder Niesen auf andere Menschen übertragen werden. Sie können eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen. Die Erkrankungen sind laut RKI in Deutschland zwar «sehr selten, verlaufen jedoch meist sehr schwerwiegend». Die Todesfallrate betrage 7 bis 15 Prozent, viele Überlebende litten an schweren Langzeitfolgen. Die neue Empfehlung der Impfkommission sorgt für Anpassungen der Impfempfehlungen für Kleinkinder: Bisher gehörte der Schutz vor Meningokokken der Untergruppe C zu den Standardimpfungen für Kleinkinder ab dem zweiten Lebensjahr. Der Stiko-Rat zu dieser Impfung, wie auch die empfohlene Nachholimpfung bis zum Alter von 18 Jahren, entfällt nun. Bestehen bleibt die Empfehlung, Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten gegen Meningokokken B zu schützen.Erkrankung selten, aber mit schwerem Verlauf
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Impfung gegen Meningokokken ab 12 – Beschluss in Kraft
Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren weisen das höchste Risiko für invasive Meningokokken-Erkrankungen bestimmter Untergruppen auf. Nun gelten neue Empfehlungen mit Blick aufs Impfen.
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