Ihre «Trump-Schnitten» waren der Renner. Und für Touristen war sie vor allem zur Präsidentenwahl in den USA ein beliebtes Foto-Motiv: die Bäckerei Trump im pfälzischen Freinsheim. Doch bald ist der Name des amtierenden US-Präsidenten in diesem Ort Geschichte - zumindest als Firmenlogo an einem Haus im Ortskern. Denn zum Ende des Jahres schließt der neue Betreiber, die Stadtbäckerei Frankenthal, diese Filiale. Die frühere Inhaberin Ursula Trump, die hier noch zwei Tage die Woche arbeitete, ist traurig. «Das ist ganz schlimm», sagt sie. «Die Entscheidung hat uns arg getroffen.» Freinsheim verliere damit nicht nur einen traditionsreichen Betrieb, sondern auch einen Publikumsmagneten. «Ganze Busse mit Touristen haben auf der anderen Seite geparkt und unser Geschäft fotografiert», berichtet sie. Schließlich war der Name nicht nur Zufall, sondern hatte auch eine Beziehung zum amerikanischen Präsidenten: «Mein verstorbener Mann war in der siebten Generation mit Donald verwandt. Das haben wir bei einer Ahnenforschung herausgefunden», sagte die 78-jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die verwandtschaftliche Verbindung stammt nicht von ungefähr. Schließlich war Donald Trumps Großvater Friedrich 1885 aus dem Nachbarort Kallstadt in die USA ausgewandert. Die Amtseinführung 2017 und die Präsidenten-Wahl 2024 in den USA nutzte die Bäckerin dann für einen Werbegag: Eine amerikanische Flagge und ein Bild von Donald Trump zierten für einige Wochen eine Donauwelle namens «Trump-Schnitte». Bei den Kunden kam das gut an: «Das war Wahnsinn», erinnert sich Ursula Trump. Doch der vorübergehende Ansturm reichte offenbar nicht aus, um dem Betrieb langfristig eine Zukunft zu geben. «Wir mussten leider zu der kaufmännischen Entscheidung kommen, zum Jahresende zu schließen», sagt Harald Heiss, Geschäftsführer der Frankenthaler Kette «Mein Stadtbäcker». Bei der Übernahme vor einem Jahr habe man bewusst entschieden, nicht zu investieren, um die Entwicklung abzuwarten. Dann habe Anfang April in der Nachbarschaft eine andere Bäckerei wiedereröffnet, zudem gebe es ein weiteres Geschäft, «das Kalorien anbietet». Das sei zu viel für diesen Standort. Kleiner Trost: Die Beschäftigten - darunter auch Ursulas Schwiegertochter Bianca Trump - wurden nicht gekündigt, sondern können in anderen Filialen weiterarbeiten.Trump-Schnitte: «Das war Wahnsinn»
Bildnachweis: © René Priebe/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
In der Pfalz sind Trumps Tage gezählt
Im pfälzischen Freinsheim ist Trump bald Geschichte - zumindest im Konditoren-Gewerbe. Denn zum Jahresende schließt die Bäckerei, die verwandtschaftliche Verbindungen zum US-Präsidenten hat.
Meistgelesene Artikel
- 13. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 26. Juni 2026
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.
TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.
Neueste Artikel
- 13. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt eine andere Isolierstation den Fall.

