8. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Erdbeben vor der Küste alarmiert Japan - Warnstufe gesenkt

Vor der Küste Japans kommt es zu einem schweren Erdbeben, mehrere Menschen werden verletzt. Die Behörden warnen zunächst vor bis zu drei Meter hohen Wellen - doch ganz so schlimm soll es nicht kommen.

Landesweit wurde die Tsunami-Warnung per Fernsehen verbreitet.
Veröffentlicht am 8. Dezember 2025 um 21:50 Uhr

Nach einem starken Erdbeben vor der Küste Japans warnen die zuständigen Behörden vor einem Tsunami mit bis zu einem Meter hohen Wellen. Zunächst war die japanische Meteorologie-Behörde sogar von bis zu drei Meter hohen Wellen ausgegangen. Das Erdbeben mit der Stärke von 7,5 habe sich am späten Abend (Ortszeit) in einer Tiefe von 50 Kilometern ereignet und war auch in mehreren Städten spürbar. Zunächst hatte die Behörde die Stärke mit 7,6 angegeben. 

Die Katastrophenschutz-Behörde sprach von 23 Verletzten. Drei Personen werden demnach vermisst. Große Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

Warnstufe herabgestuft

Von Flutwellen gefährdet sind nach Behördenangaben vor allem südliche Küstengebiete der Insel Hokkaido sowie nordöstliche Gebiete von Honshu, der größten Insel Japans. Die Tsunami-Warnung wurde nach einer Weile auf eine geringere Stufe gesetzt.

Die höchste bisher gemessene Welle von 70 Zentimetern traf die Küstenstadt Kuji auf Honshu, wie die Meteorologie-Behörde mitteilte. In Urakawa auf Hokkaido wurden 50 Zentimeter gemessen. Die Behörde warnte auch vor möglichen Nachbeben. 

Wie der japanische Sender NHK berichtete, ordneten mehrere Gemeinden Evakuierungen an. Im Büro von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi habe die Regierung einen Krisenstab einberufen. Dem Bericht zufolge möchte die Meteorologie-Behörde zeitnah eine Pressekonferenz abhalten, um über weitere Maßnahmen zu informieren.

Vorsichtsmaßnahmen an Atomruine Fukushima

Der Betreiber der japanischen Atomruine Fukushima Daiichi teilte mit, dass wegen der Tsunami-Warnung Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden seien. «Derzeit gibt es keine Anomalie im System», teilte der Konzern Tepco (Tokyo Electric Power Company Holdings) auf seiner Internetseite mit. 

In dem Atomkraftwerk im Nordosten des Inselstaates war es im März 2011 infolge eines schweren Erdbebens und gewaltigen Tsunamis zu mehreren Kernschmelzen gekommen, nachdem die Kühlsysteme ausgefallen waren. 

Tsunamis genannte Flutwellen können entstehen, wenn Erdbeben oder Vulkanausbrüche den Meeresboden erschüttern. Im Gegensatz zu normalen oberflächlichen Wellen ist der Tsunami (japanisch: große Welle im Hafen) besonders gefährlich, weil sich die tiefen Wasserschichten in Bewegung setzen.


Bildnachweis: © Eugene Hoshiko/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Mutmaßlicher Brandanschlag legt Zugverkehr im Norden lahm
Aus aller Welt

Ein Verteilerkasten der Deutschen Bahn brennt zwischen Hamburg und Cuxhaven, Signalleitungen werden beschädigt. Die Folge: Züge fahren dort vorerst nicht mehr. Die Polizei hat einen Verdacht.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdbeben in Kolumbien: Zahl der Toten auf 265 gestiegen
Aus aller Welt

Es war das schwerste Beben in Kolumbien seit Jahrzehnten. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern weiter nach möglichen Überlebenden.

weiterlesen...
Nach der Sonnenfinsternis folgte ein Sternschnuppen-Strom
Aus aller Welt

Wer wollte, konnte alle seine Wünsche loswerden. Denn nach der Sonnenfinsternis gab es in der Nacht auch noch besonders viele Sternschnuppen. Ein Komet sorgt für den kosmischen Schauer.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erdbeben in Kolumbien: Zahl der Toten auf 265 gestiegen
Aus aller Welt

Es war das schwerste Beben in Kolumbien seit Jahrzehnten. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern weiter nach möglichen Überlebenden.

weiterlesen...
Nach der Sonnenfinsternis folgte ein Sternschnuppen-Strom
Aus aller Welt

Wer wollte, konnte alle seine Wünsche loswerden. Denn nach der Sonnenfinsternis gab es in der Nacht auch noch besonders viele Sternschnuppen. Ein Komet sorgt für den kosmischen Schauer.

weiterlesen...