6. Juni 2025 / Aus aller Welt

Japanische Firma scheitert erneut mit Mondlandung

Mond-Missionen gelten als technisch höchst anspruchsvoll. Zwei US-Firmen ist dies bereits gelungen. Der Konkurrent aus Japan erlitt dagegen eine weitere Enttäuschung.

Der japanische ispace-Chef Hakamada musste erneut ein Scheitern verkünden.
Veröffentlicht am 6. Juni 2025 um 07:49 Uhr

Ein japanisches Privatunternehmen ist erneut mit dem Versuch einer Mondlandung gescheitert. Wie die Firma ispace mitteilte, geht man davon aus, dass die Landefähre «Resilience» auf der Mondoberfläche aufschlug, nachdem sie beim Abstieg nicht ausreichend abgebremst werden konnte.

Die Firma war bereits 2023 bei ihrem ersten Versuch erfolglos geblieben. Stattdessen gelang 2024 der US-Firma Intuitive Machines mit «Odysseus» die erste kommerzielle Mondlandung der Raumfahrtgeschichte. Rund ein Jahr darauf setzte dann eine zweite Landefähre eines privaten US-Unternehmens auf dem Erdtrabanten auf.

Mond-Missionen gelten als technisch höchst anspruchsvoll. «Wir möchten so schnell wie möglich zu den US-Unternehmen aufschließen», sagte ispace-Chef Takeshi Hakamada. 

Weshalb wurde die Mission eingestellt?

Seine Landefähre «Resilience», die einen Rover und Ausrüstung zur Durchführung von Experimenten transportierte, war am 15. Januar vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral zu ihrer Mondmission gestartet. Beim nun erfolgten Abstieg zum Erdtrabanten habe jedoch keine Kommunikation mit der Landefähre hergestellt werden können, teilte ispace mit. Daher sei beschlossen worden, die Mission zu beenden.

Bereits beim ersten Versuch mit der Fähre «Hakuto-R» hatte ispace kurz nach der anvisierten Landezeit keine Daten mehr vom Lander empfangen. Die Firma ging davon aus, dass die Landefähre im freien Fall auf die Mondoberfläche stürzte. Als Grund wurde eine fehlerhafte Höhenberechnung angegeben.


Bildnachweis: © -/Kyodo News/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Wasser wird knapp: Koh Samui rationiert Versorgung
Aus aller Welt

Die thailändische Trauminsel Koh Samui kämpft mit akuter Wasserknappheit. Anhaltende Dürre und der Tourismusboom haben die Vorräte überstrapaziert. Hotels kaufen bereits Wasser per Tankwagen zu.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
Aus aller Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...
Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
Aus aller Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
Aus aller Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...
Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
Aus aller Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...