25. September 2026 / Aus aller Welt

Jugendliche sollen vor Challenges geschützt werden

Immer wieder bringen sich Minderjährige durch Mutproben in Gefahr, zu denen sie im Internet verleitet werden. Die Länder fordern dagegen ein schärferes Recht.

Auf Social-Media-Plattformen werden Jugendliche immer wieder zu sogenannten Challenges aufgefordert. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 25. September 2026 um 13:49 Uhr

Sogenannte Challenges in sozialen Medien, bei denen sich Kinder und Jugendliche selbst schädigen, sollen wirksamer bekämpft werden. Dabei geht es um bestimmte Mutproben, bei denen die Betroffenen ungewöhnliche «Herausforderungen» absolvieren. Die Länder forderten in einer Entschließung, dass die Bundesregierung einen eng gefassten Straftatbestand des Verleitens Minderjähriger zur Selbstschädigung auf den Weg bringen soll.

Auf TikTok, Instagram oder anderen Social-Media-Plattformen werden Nutzerinnen und Nutzer immer wieder aufgefordert, besondere Aufgaben zu absolvieren, etwa scharfe Dinge zu essen oder zu gefährlichen Orten zu klettern. Mit Sorge betrachte man «Formen digitaler Einwirkung auf Kinder und Jugendliche, die geeignet sind, sie zu selbsttötenden oder erheblich selbstverletzenden Handlungen zu bewegen», heißt es in dem Beschluss.

«Aufrufe zur sogenannten Blackout-Challenge führen die hiervon ausgehenden Gefahren besonders deutlich vor Augen: schwere Verletzungen, bleibende Hirnschäden und tödliche Verläufe.» Das Strafrecht stoße heute aber bei «Kontaktaufnahme, Vertrauensaufbau und allmählicher Normverschiebung» an Grenzen. 

Was ist eine «Blackout-Challenge»?

Bei einer «Blackout-Challenge» würgen sich Beteiligte vor der Kamera, bis ihnen schwarz vor Augen wird. Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) hatte unter anderem von einem Fall berichtet, bei dem ein Junge in ihrem Land ins Krankenhaus kam, nachdem er von einem Mitschüler auf dem Schulhof bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden war. Die Initiative für den Antrag war von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gekommen.


Bildnachweis: © Alicia Windzio/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...
Heimliches Filmen: Braucht es ein Verbot von Smart Glasses?
Aus aller Welt

Mit Smart Glasses ist es noch unauffälliger als mit dem Handy, fremde Menschen in der Öffentlichkeit heimlich zu filmen. Wie groß ist das Problem, wie wird dagegen vorgegangen und was bringen Verbote?

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Entsetzlich»: Neun Tote nach Schüssen in Pennsylvania
Aus aller Welt

Nach einem Schusswaffenvorfall im US-Bundesstaat Pennsylvania bleiben die Hintergründe unklar - doch es gibt erste Vermutungen. Unter den Opfern sind auch zwei Kinder und eine schwangere Frau.

weiterlesen...
USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Mehrere Menschen kommen ums Leben. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Entsetzlich»: Neun Tote nach Schüssen in Pennsylvania
Aus aller Welt

Nach einem Schusswaffenvorfall im US-Bundesstaat Pennsylvania bleiben die Hintergründe unklar - doch es gibt erste Vermutungen. Unter den Opfern sind auch zwei Kinder und eine schwangere Frau.

weiterlesen...
USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Mehrere Menschen kommen ums Leben. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.

weiterlesen...