10. Juni 2026 / Aus aller Welt

Klimadienst: Mai 2026 war weltweit der zweitwärmste

Von Dürre bis Überschwemmung: Im Mai 2026 sorgten Klimaextreme europaweit für Rekorde. Warum solche Wetterkapriolen bald zur neuen Normalität werden könnten.

Die Hitzewelle hat Experten zufolge dazu geführt, dass zahlreiche Temperaturrekorde für den Mai gebrochen worden seien. (Archivbild)
Veröffentlicht am 10. Juni 2026 um 08:35 Uhr

Der vergangene Monat war nach einem Bericht von Klimaexperten weltweit der zweitwärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. In ganz Europa war der Monat geprägt vom raschen Übergang von unterdurchschnittlichen Temperaturen zu einer der intensivsten Hitzewellen, die jemals so früh im Jahr in Westeuropa beobachtet worden seien, wie der Klimadienst des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus mitteilte, der vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) betrieben wird.

Die Hitzewelle führte demnach dazu, dass zahlreiche Temperaturrekorde für den Mai gebrochen wurden. Dabei hätten Frankreich, Großbritannien, Irland und Portugal besonders unter den extremen Bedingungen gelitten. So bemerkenswert dieses Ereignis auch sei, so passe es doch zur raschen Erwärmung Europas und dem langfristigen Trend zu häufigeren, intensiveren und früher auftretenden Hitzewellen, hieß es.

Kontraste auch bei Trocken- und Feuchtigkeitsbedingungen

Auch bei den Trocken- und Feuchtigkeitsbedingungen gab es den Experten zufolge einen Kontrast: Im Mai herrschten demnach in weiten Teilen West-, Mittel- und Osteuropas – einschließlich Italien und Spanien – überdurchschnittlich trockene Bedingungen. Umgekehrt sei es in der Türkei, Bulgarien und Moldawien zu starken Überschwemmungen gekommen.

Im Mai 2026 habe sich die außergewöhnliche globale Erwärmung fortgesetzt - «mit Temperaturen in der Atmosphäre und im Ozean, die fast Rekordwerte erreichten», sagte ECMWF-Expertin Samantha Burgess. «In Europa zeigt eine ungewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle, wie schnell Klimaextreme zur neuen Normalität und nicht mehr zur Ausnahme werden.»

Außergewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen

Die Experten verwiesen darauf, dass im Mai 2026 im tropischen Pazifik außergewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen gemessen worden seien, da sich der äquatoriale Pazifik weiter in Richtung El-Niño-Bedingungen entwickle. Die werden sich den Angaben zufolge voraussichtlich in den kommenden Monaten einstellen – ein Phänomen, das weltweit zu extremen Wetterereignissen führen dürfte.

Außerhalb Europas gehörten im Mai 2026 dem Bericht zufolge der Norden und Südosten Nordamerikas, Regionen Asiens nördlich des indischen Subkontinents und in Westchina sowie Teile Brasiliens, des südlichen Afrikas und weite Teile Australiens zu den überdurchschnittlich feuchten Gebieten. 

Im Gegensatz dazu hätten in den zentralen Vereinigten Staaten, weiten Teilen Zentralasiens, Madagaskar, im Südwesten Australiens und in weiten Teilen Südamerikas besonders trockene Bedingungen geherrscht.


Bildnachweis: © Emilio Morenatti/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Aus aller Welt

Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Aus aller Welt

Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?

weiterlesen...
Viele Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca
Aus aller Welt

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung «Aktenzeichen XY… International» die Tat aufgegriffen hat.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Aus aller Welt

Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?

weiterlesen...
Viele Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca
Aus aller Welt

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung «Aktenzeichen XY… International» die Tat aufgegriffen hat.

weiterlesen...