Schreck am Frankfurter Flughafen: Mehrere Mitarbeiter der Lufthansa und von Partnerfirmen sind verletzt worden, als das Bugfahrwerk eines Dreamliners plötzlich einknickte. Zum Glück waren noch keine Fluggäste an Bord. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmittag gegen 12.45 Uhr an Einstiegsposition A15 vor dem Terminal 1. Die Maschine mit der Flugnummer LH450 sollte nach Los Angeles fliegen. Es handelt sich um den Typ 787-9, bekannt als Dreamliner - ein zweistrahliges Langstrecken-Flugzeug für 200 bis 440 Passagiere. Der Flug sollte nach dpa-Informationen um 13.50 starten. Das Boarding bei Langstreckenflügen dauert in der Regel rund 30 Minuten. Das bedeutet, gegen 13.15 wären die ersten Passagiere bereits an Bord gewesen. Was war passiert? «Auf einer Parkposition klappte unerwartet das Bugfahrwerk des Flugzeugs ein», schilderte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage den Hergang. Warum das geschah, muss noch geklärt werden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich nach Angaben des Sprechers 13 Crewmitglieder der Lufthansa an Bord. Dazu kommt eine nicht bekannte Zahl von weiteren Mitarbeitern. Die Teams waren dabei, das Flugzeug vor dem Einstieg der Passagiere vorzubereiten. «Zwei Kabinencrew-Mitarbeitende von Lufthansa und weitere Mitarbeitende von Dienstleistungsunternehmen wurden zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht», hieß es am Abend. Über die Schwere der Verletzungen und die Zahl der anderen Verletzten machte er keine Angaben. Auf Fotos ist zu sehen, dass die Fluggastbrücke bereits am Flieger anliegt. Neben der beschädigten Maschine stehen Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte. Zu sehen ist auch, dass die Maschine stark beschädigt ist. Der Bug ist nach vorn gekippt, das Heck ragt nach oben. Ein Video auf X, das die Lufthansa für authentisch hält, zeigt die Maschine von vorn, als der Bug nach vorn sackt. Teile brechen ab und fliegen seitlich davon. Ein Bodenmitarbeiter steht direkt daneben. Die Ursache des Vorfalls wird derzeit untersucht. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Techniker und Experten seien vor Ort. Nach Freigabe der Behörden soll der Dreamliner im Laufe des Abends in eine Technikhalle gebracht werden. Dort sollen weitere Untersuchungen stattfinden, bevor das Flugzeug repariert wird. Die Lufthansa hatte ihre erste Boeing 787-9 im Jahr 2022 bekommen. Aktuell hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 17 Dreamliner in der Flotte. Bis Ende 2027 sollten es 29 werden. In der Vermarktung versprach die Lufthansa «ein einzigartiges Reiseerlebnis». Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport hat der Vorfall keine größeren Auswirkungen auf den Flugverkehr.13 Crewmitglieder und Partnerfirmen an Bord
Zwei Lufthansa-Mitarbeiter im Krankenhaus
Dreamliner neu in der Flotte
Bildnachweis: © Mike Seeboth/dpa
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Kurz vor dem Einsteigen klappt das Fahrwerk ein
Am Frankfurter Flughafen kippt eine Lufthansa-Maschine nach vorn. Mitarbeiter an Bord werden verletzt. Die Passagiere warteten aufs Einsteigen.
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