13. Februar 2026 / Aus aller Welt

Mehr als 1,5 Tonnen Haiflossen in Brasilien beschlagnahmt

Brasilianische Behörden stoppen den illegalen Handel mit Haifischflossen. Mehr als 1,5 Tonnen werden beschlagnahmt - darunter Teile bedrohter Arten. Die Ware gilt als besonders lukrativ.

Die Polizei hat mehr als 1,5 Tonnen Haiflossen beschlagnahmt.
Veröffentlicht am 13. Februar 2026 um 19:48 Uhr

Die brasilianische Bundespolizei hat mehr als 1,5 Tonnen Haifischflossen beschlagnahmt und sieben Menschen festgenommen. Die Flossen stammen von Haien verschiedener Arten, darunter auch bedrohte Spezies, wie die Polizei mitteilte. Sie befanden sich demnach in unterschiedlichen Trocknungsstadien.

Nach Angaben des Umweltinstituts Inema werden die Flossen durch die sogenannte «Finning»-Methode gewonnen, bei der Haien die Flossen abgeschnitten und die Tiere anschließend noch lebend ins Meer zurückgeworfen werden. Das brasilianische Recht verbietet den gezielten Fang von Haien sowie die Lagerung, den Transport, die Verarbeitung oder den Handel mit Teilen dieser Tiere ohne Genehmigung. Haifischflossen gelten nach Angaben der Polizei auf dem internationalen Markt als besonders lukrativ.

Unter den Verdächtigen, die in der Gemeinde Rodelas im Norden des Bundesstaates Bahia festgenommen wurden, sind vier Brasilianer - darunter ein Minderjähriger - sowie drei chinesische Staatsangehörige. Sie müssen sich wegen Verbrechen gegen die Tierwelt, qualifizierter Hehlerei sowie Beteiligung eines Minderjährigen verantwortlich machen. Das beschlagnahmte Material soll nun von Umweltbehörden analysiert werden.


Bildnachweis: © ---/Policia Federal Brasil/dpa
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