26. Februar 2026 / Aus aller Welt

Mehr als 50 Tote bei Überschwemmungen in Brasilien

Heftige Regenfälle haben im Südosten Brasiliens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Tausende Menschen verlieren ihr Zuhause – und auch geliebte Familienangehörige.

Mehrere Häuser sind bei den Überschwemmungen eingestürzt.
Veröffentlicht am 26. Februar 2026 um 18:16 Uhr

Nach den verheerenden Überschwemmungen im Südosten Brasiliens hat sich die Zahl der Todesopfer auf 54 erhöht. In der Großstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei gelten dort als vermisst.

Heftige Regenfälle haben seit der Nacht von Montag auf Dienstag im Bundesstaat Minas Gerais eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Überschwemmungen rissen Häuser mit sich und überfluteten Straßen. Mehr als 3.500 Bewohner wurden obdachlos. Die Bergungsarbeiten mussten in der Nacht zu Donnerstag zeitweise wegen anhaltender Regenfälle und der Gefahr neuer Erdrutsche unterbrochen werden. Die hügelige Topografie der Region begünstigt bei Starkregen Erdrutsche und Überschwemmungen.

Besonders stark betroffen war ein Viertel von Juiz de Fora. Dort starb eine Mutter, nachdem sie sich beim Einsturz ihres Hauses schützend auf ihren sechsjährigen Sohn geworfen hatte, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete. «Sie hat sich auf Antony geworfen und so sein Leben gerettet», berichtete die Mutter der Verstorbenen demnach. Der Junge überlebte verschüttet unter den Trümmern.

Eine andere Bewohnerin verlor bei einem Erdrutsch sowohl ihre Mutter als auch ihre zweijährige Tochter. «Es ging alles sehr schnell. Ich habe meine Mutter und meine Tochter auf einmal verloren, alles, was ich in diesem Leben hatte», sagte sie dem Radiosender «Itatiaia» unter Tränen.

Stadt erlebt regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen

Die Stadt hatte bereits den Katastrophenfall ausgerufen, den Unterricht an städtischen Schulen ausgesetzt und mehrere Einrichtungen in Notunterkünfte umgewandelt. Bürgermeisterin Margarida Salomão sprach von dem regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen und bezeichnete die Lage als kritisch. Weitere Niederschläge werden mindestens bis Freitag erwartet.


Bildnachweis: © Silvia Izquierdo/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Aus aller Welt

Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.

weiterlesen...
Wie TikTok toxische Männlichkeit bei Jugendlichen befeuert
Aus aller Welt

TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Britin nach Waldbrand in Spanien im Krankenhaus gestorben
Aus aller Welt

Nach dem schweren Waldbrand im Süden Spaniens wird die Ausbreitung der Flammen gestoppt. Inzwischen gibt es 13 Tote.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Britin nach Waldbrand in Spanien im Krankenhaus gestorben
Aus aller Welt

Nach dem schweren Waldbrand im Süden Spaniens wird die Ausbreitung der Flammen gestoppt. Inzwischen gibt es 13 Tote.

weiterlesen...