29. September 2025 / Aus aller Welt

Mehr Frauen suchen Hilfe während Besuch des Oktoberfests

Zur Halbzeit der Wiesn werden mehr Hilfesuchende als im Vorjahr registriert. Es geht um Gewalt, einen sicheren Heimweg oder den Verdacht auf K.-o.-Tropfen. Viele Betroffene sind unter 30.

Der «Safe Space» wirbt unter anderem mit Plakaten und Flyern (Archivbild).
Veröffentlicht am 29. September 2025 um 13:59 Uhr

In der ersten Woche des Oktoberfests haben mehr Mädchen und Frauen Hilfe gesucht als im Jahr zuvor. Die Aktion «Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen» verzeichnete mit 197 Fällen einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. 2024 waren es 181 Fälle zur Halbzeit der Wiesn, wie die Betreiberinnen mitteilten. 

Größtenteils ging es den Angaben zufolge darum, einen sicheren Heimweg zu organisieren, etwa weil Wiesn-Besucherinnen ihre Freundinnen, Partner oder Angehörigen verloren hatten oder weil ihnen das Handy oder die Handtasche geklaut worden war. 

Viele Hilfesuchende aus dem Ausland

In zwölf der 197 Fälle suchten Wiesn-Besucherinnen Hilfe am «Safe Space» auf dem Festgelände, nachdem sie sexualisierte oder körperliche Gewalt erfahren hatten. 14-mal war Beratung nach psychischen Krisen nötig – etwa wegen Panikattacken aufgrund des Gedränges auf dem Gelände oder weil die Betroffenen psychische Krankheiten hatten.

In sechs Fällen bestand der Verdacht, dass Wiesn-Gäste K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen haben. Im vergangenen Jahr wurden fünf dieser Fälle registriert. Die Dunkelziffer ist aber hoch, vermuten die Betreiberinnen.

Viele der Hilfesuchenden stammen aus dem Ausland, hauptsächlich aus den USA. 43 Prozent der Frauen und Mädchen, die sich am «Safe Space» gemeldet hatten, kamen aus der Stadt München oder dem Landkreis München. Ähnlich wie in den Vorjahren waren auch in diesem Jahr zwei Drittel aller Hilfesuchenden jünger als 30 Jahre.


Bildnachweis: © Leonie Asendorpf/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Aus aller Welt

Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.

weiterlesen...
Wie TikTok toxische Männlichkeit bei Jugendlichen befeuert
Aus aller Welt

TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden
Aus aller Welt

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden
Aus aller Welt

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.

weiterlesen...
Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland
Aus aller Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt eine andere Isolierstation den Fall.

weiterlesen...