Sie sollen an Autohäuser Fahrzeuge verkauft haben, die aber gar nicht existierten: Bei einer Razzia in mehreren Bundesländern haben bayerische Ermittler fünf Verdächtige ins Visier genommen. Drei von ihnen sitzen in U-Haft. Die betroffenen Händler sollen um mehr als 3,2 Millionen Euro betrogen worden sein. Wie die bayerische Spezialstaatsanwaltschaft für Cybercrime in Bamberg mitteilte, sollen sich die Verdächtigen als Mitarbeiter von Leasing- und Autoverleihunternehmen ausgegeben haben. Sie boten demnach Autohäusern Fahrzeuge zum Kauf an und fälschten dafür Internetseiten, Dokumente und Urkunden. Nach der Überweisung des Kaufpreises kamen aber nie Fahrzeuge an. Die Anzeigen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem europäischen Ausland bearbeitete zentral das Polizeipräsidium München. Im Zuge der Ermittlungen gab es von Montag bis Mittwoch Durchsuchungen in Berlin, Saarbrücken, im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen, im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen und im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg. Die Einsatzkräfte konnten dabei Beweismittel wie Computer, Handys und sonstige Datenträger sicherstellen. Außerdem stießen sie bei einem Beschuldigten auf Falschgeld und Ausstattung zur Herstellung von Betäubungsmitteln, wie es weiter hieß. Haftbefehle lagen vor gegen einen 20-Jährigen aus Saarbrücken, einen 28-Jährigen aus Berlin und einen 39-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Der Haftbefehl gegen einen 24-Jährigen aus Baden-Württemberg wurde wieder aufgehoben. Die Ermittlungen dauern aber an, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.Überraschende Funde bei der Durchsuchung
Bildnachweis: © Nicolas Armer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Millionenschaden: Betrüger verkaufen Autos, die es nie gab
Die Autos existierten nicht, die Dokumente waren gefälscht: So täuschten mutmaßliche Betrüger bundesweit Autohäuser.
Meistgelesene Artikel
- 12. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 26. Juni 2026
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.
TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.
Neueste Artikel
- 12. Juli 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.

