Le Vernet zählt etwas mehr als 100 Einwohner – und fast alle sollen Speichelproben abgeben. Nach dem Tod des zweijährigen Émile im Sommer 2023 wurde nun in dem südfranzösischen Alpendorf ein DNA-Massentest gestartet. Die Aktion soll sich über die nächsten Wochen erstrecken, berichteten Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Rund 100 Menschen sollen an dem Test teilnehmen. Betroffen sind Einwohner des Alpen-Weilers sowie Urlauber und Spaziergänger, die sich am Tag des Verschwindens des Kindes dort aufhielten, berichtete der Radiosender «France Info». Émile war am 8. Juli 2023 verschwunden. Rund neun Monate später fand eine Spaziergängerin den Schädel des Kindes in einem Wald etwa zwei Kilometer vom Dorf entfernt. Untersuchungen ergaben, dass das Kind ein schweres Gesichtstrauma erlitten hatte. Ermittler entdeckten in dem Gebiet auch Kleidungsstücke des Kindes. Die nun gesammelten Speichelproben sollen mit genetischen Spuren verglichen werden, die auf einem Schuh des verschwundenen Jungen gefunden wurden. Die Familie von Émile ist von der Testaktion ausgenommen, da ihre DNA bereits zu Beginn der Ermittlungen erfasst wurde. Die Behörden gehen davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort ist und die Überreste von diesem wegtransportiert wurden. Seitdem laufen Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und unerlaubter Wegnahme der Leiche. In den Wochen nach dem Verschwinden hatte die Polizei die Umgebung großräumig abgesucht, unter anderem mit Leichenspürhunden.Schädel ein Jahr nach Verschwinden entdeckt
Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung
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Nach Tod eines Kleinkindes: Ein Dorf soll Speichel abgeben
Der Tod des zweijährigen Emile gehört zu den mysteriösesten Todesfällen Frankreichs. Französische Ermittler nehmen nun nahezu die gesamte Bevölkerung eines kleinen Dorfes ins Visier.
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