30. September 2026 / Aus aller Welt

Urzeitlicher Pflanzenfresser aus Tansania beschrieben

Hübsch waren sie nicht, die neu beschriebenen prähistorischen Vierbeiner, die einst durch das heutige Tansania stapften. Zum Verstehen der Dino-Geschichte könnten sie aber zentral sein.

Das Bild zeigt die Vorderseite des Schädels und den Unterkiefer eines urzeitlichen Pflanzenfressers.
Veröffentlicht am 30. September 2026 um 10:44 Uhr

Schnäbel mit stachelartigen Hauern und mit Klauen bewehrte Füße: Forschende haben eine bislang unbekannte urzeitliche Pflanzenfresser-Art aus dem heutigen Tansania beschrieben. Die im Südwesten des Landes gefundene Spezies mit dem Namen Dinodontosaurus isiyavamanda lebte vor etwa 240 Millionen Jahren, also in der Frühzeit der Dinosaurier, wie das internationale Team um Hady George von der englischen Universität Bristol im «Journal of Vertebrate Paleontology» schreibt. 

Der Pflanzenfresser sei etwas mehr als zwei Meter lang und etwa 200 Kilogramm schwer gewesen, teilte Erstautor George der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher seien Dinodontosaurus-Arten nur aus Südamerika bekannt gewesen, schreibt die Gruppe.

Diskussion um älteste potenzielle Dinosaurierfossilien

In der Fundschicht waren zudem umstrittene Fossilien entdeckt worden, die möglicherweise zu den ältesten Dinosauriern weltweit gehören. Sollten diese Funde tatsächlich Dinosaurier darstellen, wären diese demnach einige Millionen Jahre jünger als bisher angenommen, wie das Team erklärt. Damit wären sie nicht mehr als die ältesten potenziellen Dinosaurierfossilien anzusehen, hieß es.

Die Autorinnen und Autoren betonen allerdings einschränkend, dass die Zuordnung einzelner Knochen nicht in allen Fällen vollständig gesichert ist. Das untersuchte Fundlager könnte Überreste mehrerer Individuen und möglicherweise auch mehrerer eng miteinander verwandter Arten enthalten, hieß es.

Die Überreste stammen aus den sogenannten Manda Beds im Süden Tansanias. Die Fossilien waren bereits während einer Expedition im Jahr 1963 entdeckt worden, wurden aber erst jetzt umfassend untersucht.


Bildnachweis: © Jonathan Jackson, Hady George/University of Bristol/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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