Weil er absichtlich Patienten vergiftet und zwölf von ihnen so getötet haben soll, ist ein französischer Anästhesist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das entschied ein Schwurgericht im ostfranzösischen Besançon, wie es in einer Mitteilung hieß, und sprach ein Berufsverbot für den Mann aus. Der 53-jährige ehemalige Mediziner hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er will gegen das Urteil in Berufung gehen, schrieb die französische Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf die Kanzlei seiner Verteidiger. Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen 2008 und 2017 an zwei Privatkliniken Patienten im Alter zwischen 4 und 89 Jahren vorsätzlich hoch dosierte Giftstoffe verabreicht und damit Herzstillstände und Blutungen ausgelöst zu haben. Zwölf der Patienten starben. In 23 Fällen soll der Mann versucht haben, die Patienten wiederzubeleben. Mit dem Urteil kommt das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. «Sie sind "Doktor Tod", Sie sind ein Mörder, Sie haben diese Klinik in einen Friedhof verwandelt, Sie beleidigen alle Ärzte», hatte Staatsanwältin Christine de Curraize zum Abschluss des Plädoyers gesagt. Die Verteidigung hatte hingegen auf Freispruch gepocht, es mangle an eindeutigen Beweisen. Der Arzt selbst sagte in seinen letzten Worten vor Gericht: «Ich sage es und werde es immer sagen: Ich habe niemals jemanden vergiftet», wie die Zeitung «L'Est Républicain» aus dem Verhandlungssaal berichtete.Staatsanwältin sprach von «Doktor Tod»
Bildnachweis: © Arnaud Finistre/AFP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Patienten vergiftet? Lebenslang für Mediziner in Frankreich
Hat ein Mediziner in Frankreich Dutzende Patienten vergiftet und zwölf getötet? Der Anästhesist bestreitet die Vorwürfe. Nun hat das Gericht geurteilt.
Meistgelesene Artikel
Ulm (ots) - Am Samstag gegen 14:55 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Aalen ein automatisierter Notruf, ein...
- 20. Januar 2026
Polarlichter über Heidenheim: Seltenes Naturschauspiel in der Nacht auf den 20. Januar
Ein besonderer Moment über Heidenheim: In der Nacht auf den 20. Januar leuchteten Polarlichter über der Stadt und im Landkreis.
- 5. Januar 2026
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.
Neueste Artikel
- 23. Januar 2026
Erdrutsch in Neuseeland: Suche nach verschütteten Campern
Mindestens sechs Menschen sind nach Rekordregen und einem Erdrutsch auf einem beliebten Campingplatz verschüttet. Angehörige und Retter hoffen noch auf ein Wunder - aber die Hoffnung schwindet.
- 23. Januar 2026
Der «Held vom Hudson» wird 75 - spektakuläre Notwasserung
Es machte als «Wunder vom Hudson» Schlagzeilen: mit einer spektakulären Notlandung auf dem New Yorker Hudson River verhindert US-Pilot Chesley Sullenberger eine Katastrophe. Heute wird «Sully» 75.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 23. Januar 2026
Erdrutsch in Neuseeland: Suche nach verschütteten Campern
Mindestens sechs Menschen sind nach Rekordregen und einem Erdrutsch auf einem beliebten Campingplatz verschüttet. Angehörige und Retter hoffen noch auf ein Wunder - aber die Hoffnung schwindet.
- 23. Januar 2026
Der «Held vom Hudson» wird 75 - spektakuläre Notwasserung
Es machte als «Wunder vom Hudson» Schlagzeilen: mit einer spektakulären Notlandung auf dem New Yorker Hudson River verhindert US-Pilot Chesley Sullenberger eine Katastrophe. Heute wird «Sully» 75.

