20. Januar 2026 / Aus aller Welt

Kita bleibt nach tödlichem Unfall vorerst geschlossen

Ein Fünfjähriger stirbt bei einem tragischen Unfall in einer Berliner Kita. Die Polizei ermittelt zur Ursache. Wie es für die Einrichtung mit rund 160 Kindern weitergeht.

Der Tod des 5-Jährigen macht viele betroffen.
Veröffentlicht am 20. Januar 2026 um 15:24 Uhr

Nach dem tödlichen Unfall in einer Berliner Kita bleibt die Einrichtung nach aktuellem Stand noch bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Das teilte Susanne Gonswa, Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. 

Ein fünfjähriger Junge war am Montag in der Kita von einer Tür erschlagen worden und gestorben. Nun soll geklärt werden, ob die Tür aufgrund eines Handhabungsfehlers oder eines technischen Defekts stürzte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Aufklärung des Unfalls hat Priorität

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 10.15 Uhr in der Straße Adlergestell in Niederschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick. Die Kinder waren nach dem Unfall abgeholt worden.

«Unsere Gedanken sind bei der Familie des verstorbenen Kindes sowie bei allen Angehörigen», sagte Gonswa. «In dieser schweren Situation hat die sorgfältige Aufklärung des Unfallgeschehens durch die zuständigen Behörden oberste Priorität.»

«Wir sind fassungslos»

Die Kita veröffentlichte auf ihrer Website das Bild einer brennenden Kerze vor schwarzem Hintergrund und ein Statement. «Wir sind fassungslos, tief traurig und tragen selbstverständlich zur lückenlosen Aufklärung dieses Unfalls bei», heißt es darin. «In Gedanken sind wir bei der Familie und allen Angehörigen des Kindes und drücken unser tief empfundenes Mitgefühl aus.» Man stehe im engen Austausch mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, um die Betreuung der Kinder weiterhin sicherzustellen.

Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, erklärte: «Der Tod eines Kindes in einer Kita in Niederschöneweide erschüttert uns und erfüllt uns mit tiefer Trauer. Den Angehörigen möchten wir unser Mitgefühl aussprechen. Wir sind in Gedanken bei ihnen, aber auch bei allen Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der betroffenen Kita.» 

Für alle werde eine ausreichende Notfall-Nachsorge angeboten, um mit der furchtbaren Situation umgehen zu können. «Es muss alles dafür getan werden, dass sich so etwas nicht wiederholen kann», sagte der SPD-Politiker.


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
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