23. September 2026 / Aus aller Welt

Entwarnung nach Quecksilberverdacht: DHL-Zentrum wieder frei

Nach dem Verdacht, das giftige Schwermetall Quecksilber sei in einem Zustellzentrum gefunden worden, gibt es nun Entwarnung. Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen gibt es laut Polizei nicht.

Das DHL-Zentrum in Leizen wurde vorsorglich gesperrt.
Veröffentlicht am 23. September 2026 um 17:24 Uhr

Nach der Sicherstellung einer verdächtigen Substanz im DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Bei dem Stoff handele es sich nicht, wie zunächst vermutet, um Quecksilber, teilte die Polizei mit. Das Zustellzentrum sei wieder freigegeben worden. «Weitere strafrechtliche Ermittlungen ergeben sich nach aktuellem Stand nicht.»

Eine Laboranalyse habe ergeben, dass es sich um das ungefährliche Galinstan handele. Dies sei eine quecksilberfreie Metalllegierung, die unter anderem als Ersatzstoff für Quecksilber verwendet werde. Nach derzeitigem Stand sei eine Bestellung von Galinstan während des Transport- beziehungsweise Zustellvorgangs beschädigt worden. Dadurch sei es zur Verunreinigung weiterer Pakete gekommen.

Das Zustellzentrum war zeitweise gesperrt worden. Spezialkräfte und Feuerwehr sicherten die Substanz, von der vermutet worden war, es könne sich um einen Gefahrenstoff handeln. 

Quecksilberfund am Wochenende 

Der Stoff war früheren Angaben zufolge im Zustellzentrum, im Zustellerfahrzeug und auch in den privaten Räumen einer Zustellerin gesichert worden. Die 50 Jahre alte Mitarbeiterin hatte sich am Dienstag an die Polizei gewandt, nachdem sie körperliche Beschwerden verspürt hatte, die einer Vergiftungserscheinung ähnelten. Die Symptome könnten auf Quecksilber deuten, sagte ein Polizeisprecher. 

Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. 

Am Wochenende war in Neustadt-Glewe - ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern - eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Zwei Bewohnerinnen wurden ärztlich behandelt.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...
Heimliches Filmen: Braucht es ein Verbot von Smart Glasses?
Aus aller Welt

Mit Smart Glasses ist es noch unauffälliger als mit dem Handy, fremde Menschen in der Öffentlichkeit heimlich zu filmen. Wie groß ist das Problem, wie wird dagegen vorgegangen und was bringen Verbote?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Nun werden erste Todesopfer bekannt. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Nun werden erste Todesopfer bekannt. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.

weiterlesen...
Mann betritt Tigergehege - tot
Aus aller Welt

In einem Zoo im Norden Englands spielt sich ein dramatischer Vorfall ab. Ein Mann gerät in direkten Kontakt mit einem Sibirischen Tiger - mit tragischen Folgen.

weiterlesen...