25. Februar 2026 / Aus aller Welt

Regenchaos auf Bali - Evakuierungen in Touristenorten

Evakuierung im Schlauchboot statt Strandspaziergang: Auf Bali kämpfen Einheimische und Urlauber gegen hüfthohes Wasser – und noch ist kein Ende des Regenchaos in Sicht.

Bewohner und Urlauber mussten sich vielerorts in Sicherheit bringen.
Veröffentlicht am 25. Februar 2026 um 10:08 Uhr

Statt Sonne und Strand erleben viele Urlauber auf Bali derzeit dramatisches Hochwasser: Sintflutartige Regenfälle haben Teile der indonesischen Insel überflutet und Evakuierungen ausgelöst. Besonders im Süden rund um die beliebten Urlaubsorte Kuta, Legian, Seminyak, Sanur und Canggu standen Hotels, Gästehäuser und Villen nach anhaltendem tropischem Dauerregen teils hüfthoch unter Wasser.

Auch Dutzende Urlauber evakuiert

Die Zeitung «Bali Sun» berichtete, die Insel erlebe eine der heftigsten Regenzeiten seit Jahren. Einsatzkräfte mussten mit Schlauchbooten zahlreiche Bewohner und Dutzende Reisende in Sicherheit bringen. Anwohner nutzten lokalen Medien zufolge teilweise Surfbretter und Kajaks, um sich selbst und ihre Haustiere vor den Fluten zu retten.

Die Behörden meldeten auch mehrere Erdrutsche und umgestürzte Bäume. Entlang des Badung-Flusses heulten in der Nacht Sirenen, die vor weiter steigenden Pegeln warnten. Für manche Urlauber bedeutet das verlegte Unterkünfte und geänderte Reisepläne. Gäste wurden teilweise in andere Hotels umquartiert, andere brachen ihren Aufenthalt vorzeitig ab. Zudem wird vor erheblichen Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zum Flughafen Ngurah Rai gewarnt – Reisende sollen deutlich mehr Zeit einplanen.

Heftiger Regen möglicherweise bis April

Der Starkregen hatte am Wochenende eingesetzt und zu Wochenbeginn noch zugenommen. Die örtliche Wetterbehörde warnt vor weiteren kräftigen Schauern - möglicherweise bis in den April. Eigentlich sind die Monate von Dezember bis Februar die regenreichsten, danach klingen die Monsun-Niederschläge normalerweise langsam ab. Doch in diesem Jahr hat die Regenzeit Bali ungewöhnlich früh und besonders heftig getroffen.

Die «Insel der Götter» zählt zu den beliebtesten Reisezielen Südostasiens: Surfer-Strände, Reisterrassen, hinduistische Tempel, Yoga-Retreats und vergleichsweise günstige Preise begeistern Besucher aus aller Welt. Nach Angaben der Provinzverwaltung reisten 2025 rund 7,1 Millionen internationale Gäste nach Bali - bei einer Einwohnerzahl von nur etwas mehr als vier Millionen.


Bildnachweis: © Dicky Bisinglasi/XinHua/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Aus aller Welt

Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.

weiterlesen...
Wie TikTok toxische Männlichkeit bei Jugendlichen befeuert
Aus aller Welt

TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Reichtum, Öl und Allmacht: Der Sultan von Brunei wird 80
Aus aller Welt

Goldene Kuppeln, 7.000 Luxusautos und ein Palast wie aus 1.001 Nacht: Der Sultan von Brunei regiert mit absoluter Macht – und bleibt auch im Alter eine ebenso schillernde wie umstrittene Figur.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Reichtum, Öl und Allmacht: Der Sultan von Brunei wird 80
Aus aller Welt

Goldene Kuppeln, 7.000 Luxusautos und ein Palast wie aus 1.001 Nacht: Der Sultan von Brunei regiert mit absoluter Macht – und bleibt auch im Alter eine ebenso schillernde wie umstrittene Figur.

weiterlesen...
Aufzüge in Brüssel abgestürzt – keine weiteren Toten
Aus aller Welt

Zwei Aufzüge stürzen in der belgischen Hauptstadt in die Tiefe. Erst nach Stunden können Einsatzkräfte den zweiten Aufzug öffnen und Gewissheit bekommen: Es gibt keine weiteren Opfer. Fragen bleiben.

weiterlesen...