7. Mai 2026 / Aus aller Welt

Rekordfund auf See: Spanien beschlagnahmt 30 Tonnen Kokain

Spanische Behörden stoppen vor Afrikas Küste einen Frachter mit 30 Tonnen Kokain – ein weltweiter Rekordfund. Und doch nur ein Bruchteil der geschmuggelten Mengen.

Die spanische Polizei hat nach offiziellen Angaben auf einem Frachter die Rekordmenge von 30 Tonnen Kokain beschlagnahmt. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 7. Mai 2026 um 18:23 Uhr

Die spanische Polizei hat nach Angaben der Justiz auf einem Frachter vor der Küste Afrikas die Rekordmenge von 30 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Eine größere Menge des weißen Pulvers in einer einzelnen Ladung sei bisher weltweit nicht bekannt. Die Beschlagnahmung gelang den Angaben zufolge in Kooperation mit der Antidrogenbehörde DEA der USA und der niederländischen Polizei.

Die Drogen seien in 1.279 Bündeln verpackt gewesen und hätten einen Handelspreis von mehr als 812 Millionen Euro, teilte die Justiz der Kanaren weiter mit. Im Straßenverkauf würde die bereits vergangenen Freitag gefundene Kokainmenge sogar rund 1,5 Milliarden Euro einbringen. Dennoch stellt die Ladung nur einen Bruchteil der insgesamt geschmuggelten Drogen dar. Schätzungen gehen hier eher von Tonnenmengen im vierstelligen Bereich aus. 

Ein Richter auf den Kanaren habe Untersuchungshaft für alle 23 Besatzungsmitglieder der «Arconian» angeordnet, teilte ein Justizsprecher weiter mit. Das 90 Meter lange Schiff unter der Flagge der Komoren war laut Schiffsinformationsdiensten von Sierra Leone in Westafrika auf dem Weg nach Libyen, als es vor der Küste Westsaharas gestoppt wurde. Nach Einschätzung der Behörden sollten die aller Wahrscheinlichkeit nach aus Südamerika stammenden Drogen auf hoher See auf kleinere Schnellboote verladen werden, die das Kokain dann nach Europa weitertransportieren.


Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa
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