Ein sieben Meter hohes Kondom vor dem Europaparlament in Brüssel soll auf das Thema Verhütung aufmerksam machen. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit Sitz in Hannover will mit der Aktion dafür werben, in die Forschung und Entwicklung von Verhütungsmethoden für Männer zu investieren. Für Männer gebe es bislang nur zwei etablierte Verhütungsmethoden: Kondome, die bei Bedarf verwendet werden, und Vasektomien, bei denen der Samenleiter zur dauerhaften Sterilisation durchtrennt wird. Vielversprechend seien etwa auch Pillen, Gele, reversible Vasektomien und thermische Methoden. «Ohne ausreichende Finanzierung und politische Unterstützung könnten diese Innovationen jedoch noch viele Jahre auf sich warten lassen, obwohl das Interesse und die Nachfrage steigen», warnte die Entwicklungsorganisation. Für Frauen gibt es zwar mehr unterschiedliche Verhütungsmethoden. Dennoch haben nach Angaben der Stiftung weltweit 257 Millionen Frauen keinen ausreichenden Zugang zu Verhütungsmitteln. Dies führe jedes Jahr zu geschätzt rund 121 Millionen unbeabsichtigten Schwangerschaften.
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Riesen-Kondom vor EU-Parlament: Mehr zu Verhütung forschen
Kondom oder dauerhafte Sterilisation - da hört es schon auf mit etablierten Verhütungsmethoden für Männer. Das muss sich ändern, fordert die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung und wirbt für Forschung.
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