Erneuter Rückschlag für das Starship von Tech-Milliardär Elon Musk: Das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte hat auch seinen neunten Testflug nicht wie geplant abschließen können. Zwar erreichte die obere Raketenstufe - anders als bei den beiden vorhergehenden Testflügen - immerhin das All. Danach zerbrach sie aber beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. «Als ob der Testflug nicht schon aufregend genug gewesen wäre, hat das Starship eine rasante, nicht geplante Demontage erlitten», teilte das von Musk gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX mit. «Die Teams werden sich die Daten ansehen und auf den nächsten Testflug hinarbeiten.» Eigentlich hätten auch Satelliten ausgesetzt werden sollen - doch daraus wurde ebenfalls nichts. Erstmals wurde bei diesem Testflug eine untere Raketenstufe verwendet, die bereits bei einem vorherigen Testflug benutzt worden war. Es gelang allerdings nicht, diese auch wieder landen zu lassen. SpaceX-Gründer Musk bewertete den Test trotzdem als «große Verbesserung gegenüber dem vorherigen Flug». Es seien «viele gute Daten» gesammelt worden, schrieb er auf der Online-Plattform X, die ebenfalls seiner Kontrolle unterliegt. Die nächsten drei Testflüge sollten nun schneller nacheinander erfolgen, etwa im Abstand von drei bis vier Wochen. Das Starship-Raketensystem war erstmals im April 2023 getestet worden - und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe das All und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Das Starship besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: Dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der - ebenfalls Starship genannten - oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. Insgesamt ist das System größer als die Freiheitsstatue. Beide Teile, sowohl der Booster als auch das Raumschiff, sind so konzipiert, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX das Ziel verfolgt, eines Tages den Mars zu erreichen.Untere Starship-Raketenstufe erstmals wiederverwendet
Starship ist größer als die Freiheitsstatue
Bildnachweis: © Eric Gay/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Rückschlag für Musk bei neuem Starship-Testflug
Mit dem größten je gebauten Raketensystem der Raumfahrtgeschichte will Elon Musk den Mars erschließen. Doch auch der neunte Test läuft nicht wie geplant.
Meistgelesene Artikel
- 7. Oktober 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 8. September 2026
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.
- 9. September 2026
Königsbronn/B19 - Fußgänger schwer verletzt / Zu einem Unfall zwischen einem Fuß...
Ulm (ots) - Kurz nach 6.15 Uhr fuhr ein 58-jähriger mit seinem Audi Elektroauto auf der B19/ Heidenheimer Straße im...
Neueste Artikel
- 7. Oktober 2026
Missbrauch im Kinderzimmer - «Ich schäme mich»
Für einen mehrmonatigen Hafturlaub gilt ein Sexualtäter als vorbereitet. Dann kommt er in Franken mit Kindern in Kontakt und wird nach eigenen Angaben rückfällig – welche Fehler machten die Behörden?
- 7. Oktober 2026
Viele Verletzte bei Messerattacke an Schule in Polen
Schock im polnischen Ostroleka: Ein 19-Jähriger sticht mit einem Messer zu, Schüler und Lehrer werden verletzt. Was Zeugen berichten und wie die Stadt jetzt reagiert.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. Oktober 2026
Missbrauch im Kinderzimmer - «Ich schäme mich»
Für einen mehrmonatigen Hafturlaub gilt ein Sexualtäter als vorbereitet. Dann kommt er in Franken mit Kindern in Kontakt und wird nach eigenen Angaben rückfällig – welche Fehler machten die Behörden?
- 7. Oktober 2026
Viele Verletzte bei Messerattacke an Schule in Polen
Schock im polnischen Ostroleka: Ein 19-Jähriger sticht mit einem Messer zu, Schüler und Lehrer werden verletzt. Was Zeugen berichten und wie die Stadt jetzt reagiert.

