7. März 2026 / Aus aller Welt

Saharastaub macht Sonne milchig – Was muss ich dazu wissen?

Saharastaub zieht über Deutschland – und was bedeutet das für mich? Fünf Fragen und Antworten zum Staub im Himmel.

Der Saharastaub, den wir in Europa beobachteten, komme aus der nördlichen Sahara, erklärt Andreas Walter, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst.
Veröffentlicht am 7. März 2026 um 11:51 Uhr

Der Himmel sieht diesig aus, die Sonne scheint nur trüb hinter dem Schleier hervor: Wer dieses Wochenende nach oben schaut, sieht vor allem eins: Saharastaub. 

Wie und woher kommt der Staub überhaupt hierher?

Der Saharastaub, den wir in Europa beobachteten, komme aus der nördlichen Sahara, erklärt Andreas Walter, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Bodennahe Winde wirbelten den Staub dort auf, wie der Wetterdienst schreibt. Entscheidend sei die Windgeschwindigkeit, die Bodenfeuchte und die Korngrößen. In der Atmosphäre werde der Saharastaub dann nach Europa transportiert, sagt Walter.

Kommt so etwas oft vor oder ist das etwas Besonderes?

«Die gegenwärtige Lage bezüglich des Saharastaubs ist eigentlich nichts Außergewöhnliches», sagt der Meteorologe. «Wir haben Saharastaub Ereignisse in Deutschland an im Mittel 60 Tagen im Jahr, also doch eine ganze Menge.» Das aktuelle Aufkommen sei ein «relativ schwaches Ereignis».

Übrigens: Je nachdem, wo in Deutschland man sich aufhält, kommt das öfter oder seltener vor. Im Norden gibt es laut Walter nur ungefähr die Hälfte solcher Ereignisse. «Die stärksten Konzentrationen erreicht der Staub tatsächlich in Süddeutschland.»

Ist Saharastaub gefährlich?

Jein. «Also der Staub ist nicht toxisch», erklärt Walter. Laut Wetterdienst enthält er aber kleine Partikel, die in die Lungen eindringen können. «Man muss schon ein bisschen aufpassen», sagt Walter. «Wenn man sich zum Beispiel in der freien Natur sportlich betätigt, dann sollte man aufpassen, dass man sich dem Staub in der Atmosphäre nicht allzu lange – also über mehrere Stunden – aussetzt und dabei körperlich beansprucht wird.» Das könne insbesondere bei vorerkrankten Menschen zu Beschwerden der Atemwege führen.

Spielt der Klimawandel eine Rolle?

Da ist die Antwort des Meteorologen deutlich: «Bezüglich des Klimawandels sind keine Auswirkungen bekannt», sagt Walter. «Also der Klimawandel verstärkt diese Ereignisse nicht und sie kommen auch durch den Klimawandel nicht häufiger vor.»

Und wie geht es weiter?

«Mit dem Autowaschen sollte man übers Wochenende warten», sagt er. Zum Wochenende hin löse sich der Saharastaub auf.


Bildnachweis: © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
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