16. Januar 2026 / Aus aller Welt

Polizei vermutet vermissten Achtjährigen bei seiner Mutter

In Frankfurt läuft eine umfangreiche Suche nach einem Jungen. Die Polizei geht nun davon aus, dass sich das Kind bei seiner Mutter aufhält - sie hat nicht das Sorgerecht.

Die Schule des vermissten Jungen in Frankfurt.
Veröffentlicht am 16. Januar 2026 um 17:03 Uhr

Der vermisste Achtjährige aus Frankfurt am Main befindet sich nach Einschätzung der Polizei bei seiner Mutter. Davon sei nach den derzeitigen Ermittlungsergebnissen auszugehen, teilte die Polizei mit. Noahs Mutter habe nicht das Sorgerecht. Wo sich Mutter und Kind befinden, sei unklar. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf das Rhein-Main-Gebiet, erklärte die Polizei.

Die Polizei veröffentlichte auch ein Foto des achtjährigen Noah, das «mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Verschwinden aufgenommen» worden sei. Es zeigt den Jungen mit oranger Jacke und Baseball-Kappe. Die Polizei bittet um Hinweise von Personen, die Noah in Begleitung einer Frau gesehen haben.

Der Achtjährige war am Mittwochmorgen laut Polizei an seiner Schule im Bahnhofsviertel abgesetzt worden und ist seither verschwunden. 

Seit Herbst in Obhut des Jugendamts

Noah befand sich nach Angaben der Stadt Frankfurt seit Herbst 2025 in Obhut des Jugendamts. Diese Maßnahme bedeutet die vorübergehende Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie. Das Jugendamt ordnet dies an, um das Kindeswohl sicherzustellen. Der Maßnahme im Fall von Noah sei ein richterlicher Beschluss vorangegangen, erklärte das Sozialdezernat.

Die Polizei hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert würden. Grund seien unter anderem diverse Hinweise, sagte ein Sprecher. Es werde alles abgeprüft, was die Familie betreffe. Weitere Auskünfte gab die Polizei hierzu nicht. Das Sozialdezernat erklärte, man stehe mit den Ermittlungsbehörden im engen Kontakt und unterstütze deren Ermittlungen vollumfänglich. 

Ranzen in der Nähe der Schule gefunden

Der Achtjährige war am Mittwochmorgen laut Polizei von einem Fahrdienst zur Weißfrauenschule im Bahnhofsviertel gebracht worden, kam jedoch nie im Schulgebäude an. Bei der Suche waren auch ein Hubschrauber und Polizeiboote im Einsatz. In der Nähe der Schule wurde der Ranzen des Jungen gefunden.

Warum Noah mit einem Fahrdienst unterwegs war, blieb in den Erläuterungen zunächst unklar. Zur persönlichen und familiären Situation wolle sich die Polizei nicht äußern, sagte der Polizeisprecher. Es handelt sich um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprachheilförderung. Die Polizei gab dazu keine weiteren Details bekannt, erklärte aber, der Achtjährige sei in der Lage, sich auszudrücken und zu kommunizieren.

Auf der Suche nach Noah wertete die Polizei den Angaben vom Freitag zufolge weiter Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung aus. Mögliche Zeugen würden befragt. Auch die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen hält nach Auskunft eines Sprechers Ausschau nach dem Jungen.

Suche mit Hilfe Künstlicher Intelligenz

Zum Einsatz kam auch die Videoüberwachung im Frankfurter Bahnhofsviertel. Dabei wurde auch Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Anhaltspunkte zu erlangen. 

Am Donnerstag hatte die Polizei die Suche ausgeweitet, das Schulgelände und die Umgebung wurde erneut durchkämmt, auch Hunde waren dabei im Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurde eine dreistellige Zahl von Beamten aufgewandt. Eine private Initiative unterstützte die Polizei mit ihren eigenen Hunden.


Bildnachweis: © Andreas Arnold/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...
Gerichtsantrag enthüllt Details zu gescheiterter Hinrichtung
Aus aller Welt

Christa Pike überlebte zwei Giftspritzen und befindet sich nun in kritischem Zustand. Ihre Anwälte berichten von schweren Komplikationen bei der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Aus aller Welt

Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen. Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß. Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.

weiterlesen...
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Aus aller Welt

Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen. Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß. Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.

weiterlesen...
Eurojackpot: 120 Millionen Euro gehen nach NRW
Aus aller Welt

Um 120 Millionen Euro ging es bei der Lotterie Eurojackpot - die größtmögliche Gewinnsumme für Lotteriespieler in Deutschland. Tatsächlich wurde der richtige Tipp in Deutschland abgegeben.

weiterlesen...