6. Juli 2026 / Aus aller Welt

Supertaifun «Bavi» trifft Pazifikinsel Rota mit voller Wucht

Wieder trifft ein massiver Sturm ein US-Außengebiet im Pazifik. Mit enormen Windgeschwindigkeiten hat Supertaifun «Bavi» die Marianen erreicht. Die Behörden rechnen mit schweren Verwüstungen.

Ein Satellitenbild zeigt Supertaifun «Bavi».
Veröffentlicht am 6. Juli 2026 um 05:25 Uhr

Ein Supertaifun der höchsten Kategorie hat die Pazifikinsel Rota mit voller Wucht getroffen. Das Auge von «Bavi» zog am frühen Morgen (Ortszeit) direkt über die zu den Nördlichen Marianen gehörende Insel in Mikronesien hinweg. Die Marianen sind ein US-Außengebiet. Der US-Wetterdienst warnte vor einer «extrem gefährlichen und lebensbedrohlichen Situation». Die Behörde sprach von «großflächig zerstörerischen Winden» von mehr als 240 Kilometern pro Stunde.

Nach Angaben der Einsatzleitung auf der nur 50 Kilometer entfernten Insel Guam zieht der Sturm mit rund 15 Kilometern pro Stunde weiter in westnordwestlicher Richtung. Die Behörden rechnen mit schweren Gebäudeschäden, umgestürzten Bäumen und großflächigen Stromausfällen. Viele Menschen in der Region leben in einfachen Holz- und Wellblechhäusern.

«Lage sieht düster aus»

Der Meteorologe Landon Aydlett vom National Weather Service sagte dem US-Sender NPR: «Das ist ein Supertaifun von enormer Stärke, und für jede Insel, die einen direkten Treffer abbekommt, (...) sieht die Lage sehr düster aus.» Für Rota werde es «wahrscheinlich nahezu katastrophal». Er appellierte an die Bevölkerung: «Die Menschen müssen dort bleiben, wo sie sind.»

Auch für die Inseln Guam, Tinian und Saipan gibt es weiterhin Taifun-Warnungen. Die Behörden warnen vor Sturmfluten, meterhoher Brandung und gefährlichen Überschwemmungen. Die Gouverneurin von Guam, Lou Leon Guerrero, rief die Bevölkerung auf: «Bleiben Sie in Ihren Häusern, fahren Sie nicht auf den Straßen und halten Sie sich vom Wasser fern.»

Erinnerungen an Sturm Sinlaku

Besonders angespannt ist die Lage, weil viele Menschen auf den Nördlichen Marianen noch immer unter den Folgen des Supertaifuns Sinlaku leiden, der die Region im April verwüstet hatte. Nach Angaben des Wetterdienstes sind Notunterkünfte vielerorts nahezu ausgelastet. Auf Saipan und Tinian mussten Menschen teilweise abgewiesen werden. Bereits vor dem Eintreffen des Sturmzentrums wurden auf Guam Stromausfälle gemeldet, Flüge gestrichen und der Hafenbetrieb eingestellt.


Bildnachweis: © Uncredited/NOAA/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Leiche in Brenz aufgefunden / Am Donnerstag fand ein Zeuge in Heidenheim einen t...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...

weiterlesen...
Gerichtsantrag enthüllt Details zu gescheiterter Hinrichtung
Aus aller Welt

Christa Pike überlebte zwei Giftspritzen und befindet sich nun in kritischem Zustand. Ihre Anwälte berichten von schweren Komplikationen bei der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Aus aller Welt

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Aus aller Welt

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Aus aller Welt

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

weiterlesen...