5. November 2025 / Aus aller Welt

Taifun hinterlässt Zerstörung auf den Philippinen - 91 Tote

Autos türmen sich, Menschen fliehen auf ihre Dächer: Der Taifun «Kalmaegi» hat Hunderttausende Philippiner in die Flucht getrieben. Während die Opferzahl steigt, nähert sich schon der nächste Sturm.

Der Taifun hatte mit heftigen Böen und starkem Regen gewütet.
Veröffentlicht am 5. November 2025 um 14:16 Uhr

Auf den Philippinen steigt die Zahl der Toten durch den schweren Taifun «Kalmaegi». Mindestens 91 Menschen kamen nach Angaben des Zivilschutzes ums Leben, 75 weitere werden noch vermisst. Sechs der Opfer starben beim Absturz eines Militärhubschraubers, der die Sturmschäden prüfen sollte. Viele andere sind ertrunken oder wurden von herabstürzenden Bäumen oder Trümmern erschlagen.

Mehr als 430.000 Menschen wurden laut Katastrophenschutz aus ihren Häusern vertrieben. Betroffen waren 24 Provinzen auf den Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao. Vielerorts fiel der Strom aus. Dutzende Flüge wurden gestrichen.

Der Wirbelsturm hatte zuvor mit orkanartigen Böen, heftigen Regenfällen und meterhohen Flutwellen in dem südostasiatischen Inselstaat gewütet. Mittlerweile hat er sich laut Wetterdienst Pagasa abgeschwächt, die Windböen erreichten aber immer noch Geschwindigkeiten von rund 140 Kilometern pro Stunde.

Anwohner retten sich auf Dächer

Viele Straßen standen völlig unter Wasser, Autos wurden durch die Naturgewalten vereinzelt übereinandergestapelt, zahlreiche Anwohner mussten sich auf die Dächer ihrer Häuser retten. Die Zerstörung war teilweise enorm. 

Insgesamt ist «Kalmaegi», der auf den Philippinen «Tino» genannt wird, sieben Mal auf Land getroffen - zuletzt am frühen Morgen in der Stadt El Nido in der westlichen Provinz Palawan. Den Vorhersagen zufolge wird der Sturm noch am Mittwoch oder Donnerstag die Philippinen verlassen und Richtung Vietnam weiterziehen. Auch im Norden von Thailand werden am Wochenende starke Niederschläge erwartet.

Nächster Sturm bewegt sich auf Philippinen zu

Derweil nähert sich Meteorologen zufolge bereits der nächste tropische Wirbelsturm. Er könnte voraussichtlich am Freitag oder Samstag auf den Philippinen auf Land treffen und sich im Laufe des Wochenendes zu einem Supertaifun entwickeln. Dabei handelt es sich um einen besonders schweren Tropensturm, dessen Mittelwind mindestens 240 Kilometer pro Stunde erreicht.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der besonders schlimme Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6.300 Menschen das Leben gekostet.


Bildnachweis: © Jacqueline Hernandez/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kinderbedarfsbörsen in Heidenheim: Die wichtigsten Termine im Frühjahr 2026
Aktuell

Kinderbasare Frühjahr 2026 rund um Heidenheim: Alle Termine für Kleidung, Spielzeug & Babybedarf im Überblick – nachhaltig stöbern und sparen.

weiterlesen...
In Aalen wird aus Bahnwärterhäusle Currywurst-Treff
SWR

Im nicht mehr genutzten Bahnwärterhäusle gibt es jetzt einen Mittagstisch. Dort gibt es jetzt in rustikalem Ambiente...

weiterlesen...
Holzlagerstätte brennt / Am Montag griff ein Feuer in Heidenheim auf ein Gebäude...
Polizeimeldung

Ulm (ots) - Gegen 17.50 Uhr meldeten Zeugen eine starke Rauchentwicklung in der Bachstraße. Dort brannte neben einem...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Wadephul: Bundesregierung plant auch Sonderflug aus Riad
Aus aller Welt

Bisher werden in der Nahost-Region gestrandete Deutsche mit gecharterten Flügen aus dem Oman zurück in die Heimat gebracht. Am Wochenende soll es erstmals auch einen Flug aus Riad geben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wadephul: Bundesregierung plant auch Sonderflug aus Riad
Aus aller Welt

Bisher werden in der Nahost-Region gestrandete Deutsche mit gecharterten Flügen aus dem Oman zurück in die Heimat gebracht. Am Wochenende soll es erstmals auch einen Flug aus Riad geben.

weiterlesen...
Aufatmen nach Nahost-Rückholflug – Kreuzfahrtgäste erwartet
Aus aller Welt

Tausende Deutsche sitzen wegen des Iran-Kriegs im Ausland fest. Doch es winkt Hoffnung: Erste Rückholaktionen der Bundesregierung laufen, Außenminister Wadephul stellt weitere in Aussicht.

weiterlesen...