14. August 2026 / Aus aller Welt

Ätna kommt nicht zur Ruhe: Siziliens Tourismus unter Druck

Wegen des Ätna-Ausbruchs sind viele Urlauber auf Sizilien gestrandet. Es kommen aber auch viele nicht mehr an: Hotels senken bereits Preise, doch Stornierungen belasten die Branche massiv.

Die vulkanische Aktivität am Ätna hält an. Das hat auch Auswirkungen auf das Tourismusgeschäft auf Sizilien.
Veröffentlicht am 14. August 2026 um 20:38 Uhr

Der Ätna hält die italienische Mittelmeerinsel Sizilien zum Höhepunkt der Ferienzeit weiter in Atem: Seit gut einer Woche sorgen die Aschewolken des Vulkans für massive Behinderungen im Flugverkehr, der Flughafen von Catania bleibt nach Betreiberangaben mindestens bis Samstag um 15.00 Uhr dicht. Weitere Verlängerungen des Flugverbots sind nicht ausgeschlossen, denn ein Ende der vulkanischen Aktivität mit ihren Folgen ist noch immer nicht absehbar.

Dies trifft zunehmend das Tourismusgeschäft auf Sizilien. Hotels, Reisebüros und andere Anbieter berichten nicht mehr nur von gestrandeten Urlaubern, die bereits vor Ort sind, sondern von einer wachsenden Zahl von Stornierungen für die kommenden Tage und sogar Wochen. Viele Reisende fürchten weitere Flugausfälle und verzichten deshalb ganz auf ihre geplante Sizilien-Reise.

Viele Stornierungen – Betriebe senken Preise

Besonders in den beliebten Ferienorten Taormina und Syrakus in der Nähe von Catania bleiben zur Hochsaison Zimmer frei. «Wir hatten sehr viele kurzfristige Stornierungen», sagte Gerhard Schuler vom Hotelierverband Federalberghi Taormina der Tageszeitung «La Repubblica». Um Gäste zu gewinnen, haben Betriebe schon ihre Preise gesenkt. «Das sind wirklich schwierige Zeiten.»

Teure Taxis und ausgebuchte Züge

Seit Beginn des Ausbruchs vor einer Woche wurden Hunderte Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Nach Angaben des Betreibers des Flughafens von Catania (SAC) wurden zwischen dem 6. und 12. August rund 36 Prozent der für Catania geplanten Flüge gestrichen. SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schwersten der vergangenen 20 Jahre. Vor allem die Dauer des Ascheausstoßes und der Wind seien diesmal das Problem.

Zahlreiche Urlauber sitzen deswegen in der wichtigsten und verkehrsreichsten Reisewoche fest. Viele Flüge starten zwar von anderen Flughäfen auf der Insel, auch Zugverbindungen zum Festland gibt es. Es wird jedoch von langen Wartezeiten, überteuerten Preisen für Taxis und überbuchten Zügen berichtet.


Bildnachweis: © Salvatore Allegra/AP/dpa
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