17. Juni 2025 / Aus aller Welt

Tod von Matthew Perry: Arzt gesteht Ketamin-Beschaffung

Der «Friends»-Star wurde 2023 tot in seinem Whirlpool aufgefunden, in seinem Blut wurde ein Narkosemittel festgestellt. Ein Arzt gibt nun zu, den Schauspieler mit Ketamin versorgt zu haben.

Perry (54) war am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 17. Juni 2025 um 15:05 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Tod von «Friends»-Star Matthew Perry hat ein angeklagter Arzt seine Schuld eingeräumt. Der Mediziner plane ein Schuldeingeständnis, den Schauspieler mit dem Narkosemittel Ketamin versorgt zu haben - das geht aus einer Vereinbarung hervor, die am Montag (Ortszeit) vor einem Gericht in Los Angeles unterzeichnet wurde. Dem Arzt droht demnach unter anderem eine Gefängnisstrafe von bis zu 40 Jahren. Ein Termin für die Gerichtsverhandlung ist bislang nicht bekannt.

Der Arzt, in dem Gerichtsdokument auch «Dr. P.» genannt, beschaffte zwischen dem 30. September und dem 12. Oktober 2023 demnach mehrfach Ketamin für den Schauspieler. In mehreren Fällen habe er ihm das Mittel persönlich injiziert, unter anderem im Haus des Schauspielers und auf dem Rücksitz von dessen Auto auf einem öffentlichen Parkplatz. Er habe dafür mehrere tausend US-Dollar erhalten. Das Ketamin, das schließlich Perrys Tod verursachte, habe er aus Sicht der Staatsanwälte aber nicht von «Dr. P.» erhalten.

Fünf Angeklagte nach Tod im Whirlpool

Perry (54) wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. Zuvor hatte der Schauspieler wiederholt öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. 

Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben. 

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten nach Perrys Tod schwere Vorwürfe gegen fünf Festgenommene vorgebracht. Drei von ihnen bekannten sich nach Informationen der «New York Times» im vergangenen Jahr vor Gericht schuldig, darunter ein weiterer Arzt, ein Assistent und ein Bekannter des Schauspielers. Die Urteile stehen noch aus. 

Eine als «Ketamin-Königin» bekannte Drogenlieferantin habe auf nicht schuldig plädiert, ihr Fall werde im August vor Gericht verhandelt.

Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel. Ebenso können Menschen mit therapieresistenten Depressionen unter bestimmten Voraussetzungen mit Ketamin behandelt werden. Manche Partygänger nutzen das Mittel auch als illegale Clubdroge.


Bildnachweis: © Brian Ach/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Haus in Görlitz eingestürzt - Tote oder Verletzte?
Aus aller Welt

Kurz nach einem Hauseinsturz in Görlitz ist die Lage noch völlig unübersichtlich. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort.

weiterlesen...
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Fünf Hantavirus-Infektionen - WHO: Ausbreitungsrisiko gering
Aus aller Welt

Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hat internationale Folgen. Drei Menschen starben, auch eine Deutsche, mehrere wurden infiziert. Doch das Schiff machte auch einen Zwischenstopp.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Umwelthilfe übt Müllkritik an Musikfestivals
Aus aller Welt

Weniger Einweg, mehr grüne Lösungen: Warum die DUH bei Großfestivals wie Rock am Ring auf konsequente Mülltrennung und nachhaltige Toiletten pocht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Umwelthilfe übt Müllkritik an Musikfestivals
Aus aller Welt

Weniger Einweg, mehr grüne Lösungen: Warum die DUH bei Großfestivals wie Rock am Ring auf konsequente Mülltrennung und nachhaltige Toiletten pocht.

weiterlesen...
Raus aus den Klamotten – FKK erlebt zögerliches Comeback
Aus aller Welt

Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.

weiterlesen...