Er soll seine Frau mit Hammerschlägen auf den Kopf brutal getötet und seine Tochter lebensgefährlich verletzt haben: Nach dem gewaltsamen Tod der Mutter von fünf Kindern in der Region Hannover will ihr tatverdächtiger Ehemann sich im Prozess zu den Vorwürfen äußern. Der 49-Jährige mit afghanischer Staatsangehörigkeit werde auch Fragen beantworten, sagte sein Anwalt Gerd Schwarz im Landgericht Hannover zum Prozessauftakt. Dafür solle allerdings ein Sachverständiger dabei sein, sagte die Vorsitzende Richterin Bernadette Pape. Das werde beim nächsten Verhandlungstermin am 9. Oktober der Fall sein. Laut Anklage soll der 49-Jährige, getrieben von seinem «massiv verletzten Ehrgefühl» am 23. März in Barsinghausen den Hinterkopf der schlafenden und damit arg- und wehrlosen 38-Jährigen mit fünf Hammerschlägen zertrümmert haben. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Blutungen. Zuvor soll er ihr verboten haben, zusammen mit den Kindern eine Tante zu besuchen. Nach den Worten der Staatsanwältin soll er geglaubt haben, seine Frau dürfe keine eigene Meinung haben, er soll sie auch über Jahre beleidigt, erniedrigt und geschlagen haben. Als die damals 13-jährige Tochter, alarmiert von ihrem zwei Jahre älteren Bruder, den der Vater zurück in sein Zimmer geschickt haben soll, nach der Mutter sehen wollte, habe der Vater dies verhindern wollen. Um den gewaltsamen Tod der Mutter zu verdecken, soll er dem Mädchen mit einem Cuttermesser schwere Schnittverletzungen am Hals zugefügt und einen Hammerschlag auf den Kopf versetzt haben. Das Mädchen erlitt eine Trümmerfraktur, inzwischen sei ihr Zustand «stabiler», sagte die Staatsanwältin. Der ältere Bruder nahm dem Mann schließlich den Hammer ab und wählte den Notruf. Einsatzkräfte fanden den 49-Jährigen vor dem Einfamilienhaus und nahmen ihn widerstandslos fest. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Opferanwalt Steffen Hörning, der nach eigenen Angaben vier der fünf Kinder der Familie für die Nebenklage vertritt, sagte, die Kinder seien erheblich traumatisiert und in «bemitleidenswertem Zustand». Das schwer verletzte Mädchen sei in «sehr instabilem Zustand». Als «befremdlich» bezeichnete er es zudem, dass der 49-Jährige bei der Angabe seiner Personalien gesagt habe, er sei verheiratet, habe aber nun erfahren, dass seine Frau ermordet worden sei. In dem Prozess sind bislang acht Fortsetzungstermine geplant. Ein Urteil könnte demnach am 19. November gesprochen werden.Aus verletztem Ehrgefühl gehandelt?
Nebenklagevertreter: Kinder sind erheblich traumatisiert
Bildnachweis: © Moritz Frankenberg/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Tödlicher Angriff auf eigene Familie? – Mann will aussagen
Es war eine schreckliche Tat: Ein 49-Jähriger soll in Barsinghausen bei Hannover seine Frau getötet und seine Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Ein Opferanwalt findet eines «befremdlich».
Meistgelesene Artikel
- 8. Oktober 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 8. September 2026
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.
Ulm (ots) - Gegen 12:35 Uhr fand ein Zeuge den Toten in der Brenz im Bereich der Paul-Hartmann-Straße. Polizei und...
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 8. Oktober 2026
Wärmebildkamera findet keine Spur von mutmaßlichem Puma
Ein Jäger filmte ein verdächtiges Tier, Experten prüfen: Ist es wirklich ein Puma? Die Polizei fand bei der nächtlichen Suche mit Spezialtechnik keine Hinweise.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Wärmebildkamera findet keine Spur von mutmaßlichem Puma
Ein Jäger filmte ein verdächtiges Tier, Experten prüfen: Ist es wirklich ein Puma? Die Polizei fand bei der nächtlichen Suche mit Spezialtechnik keine Hinweise.
- 8. Oktober 2026
Bis nach Mitternacht am Draht: erstes Ferngespräch
Vor 150 Jahren blieb Thomas Watsons Telefon zunächst stumm. Dann meldete sich Bell mit «Ahoi!» - und die beiden redeten bis weit nach Mitternacht. Ihre Vermieterin war wenig begeistert.

