Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt zeigt sich aufgeschlossen für Ideen zum Schutz von Walen. «Jede Strandung von Großwalen in Küstengewässern ist individuell, und warum Buckelwal "Timmy" gestrandet ist, ist noch nicht abschließend erklärt», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ob gestrandete Wale durch menschliche Hilfe wieder tiefere Gewässer erreichen können, müsse von Fall zu Fall entschieden werden. Der Umweltminister erklärte: «Die Erfolgschancen sind vom Zustand des betroffenen Wales, der betroffenen Art und den örtlichen Gegebenheiten abhängig.» Er betonte, dass er gute Vorschläge zum Wohle der Wale begrüße, und freue sich auf den Austausch mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). «Spätestens auf der anstehenden Umweltministerkonferenz, wo wir beide den Meeresschutz zum Thema machen werden, wird dafür Gelegenheit sein», sagte Goldschmidt. Backhaus hatte laut Medienberichten am Dienstag eine Abstimmung der Bundesländer bei künftigen Walstrandungen vorgeschlagen. Der gestrandete Buckelwal «Timmy» lebt und liegt derzeit weiterhin an derselben Stelle vor der Insel Poel, an der er seit mehr als einer Woche festsitzt, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Schwerin auf Nachfrage am Morgen. Er bestätigte zudem, dass sich das Tier leicht bewegt habe. Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Dass der Wal nicht auf Boote reagiere, sei ein Zeichen für den Sterbeprozess, sagte Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland der Deutschen Presse-Agentur. Wie lange dies dauere, sei unklar. Am Dienstag hatten Expertinnen und Experten gemeinsam mit Backhaus aktuelle Erkenntnisse zum Zustand des Wals präsentiert. Das Tier soll demnach weder lebendig geborgen werden, noch könne es sich selbst freischwimmen. Dazu seien der Wasserstand zu niedrig und die Kräfte des Wals zu gering, erklärte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek. «In Mecklenburg-Vorpommern kamen Strandungen bisher selten vor, in der gesamten Ostseeregion ist es allerdings kein seltenes Ereignis», sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund der Deutschen Presse-Agentur. In der gesamten Ostsee strandeten demnach bereits zahlreiche Arten, darunter Buckelwale und Finnwale, Zwergwale, Narwale und Pottwale. Der Fall des Timmy genannten Buckelwals sei in Mecklenburg-Vorpommern die erste Lebendstrandung eines Großwals der vergangenen zehn Jahre. Vor 201 Jahren strandete ein lebendiger Finnwal vor Rügen, dessen Skelett mittlerweile im Meeresmuseum hängt. Konkrete Daten und Zahlen zu Strandungen sowohl toter als auch lebender Großwale aus früheren Jahren liegen laut Meeresmuseum aktuell nicht vor.Buckelwal liegt im Sterben
Strandungen von Großwalen selten
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Umweltminister offen für neue Wal-Schutzideen
Mehrfach ist der Buckelwal «Timmy» an der Ostseeküste gestrandet. Zunächst in Schleswig-Holstein dann in Mecklenburg-Vorpommern. Umweltminister Goldschmidt begrüßt nun Vorschläge zum Wohle der Tiere.
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