4. Mai 2026 / Aus aller Welt

Untersuchung zu Berliner Jugendzentrum gestartet

Warum blieb eine Anzeige nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in dem Jugendzentrum aus? Eine unabhängige Kommission will jetzt Antworten liefern und Versäumnisse aufdecken.

Vorgänge im Neuköllner Jugendzentrum werden von einer unabhängigen Kommission untersucht. (Archivbild)
Veröffentlicht am 4. Mai 2026 um 13:08 Uhr

Eine mutmaßliche Vergewaltigung in einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln wird nun von einer unabhängigen Kommission aus Fachleuten untersucht. Die bereits angekündigte Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt seit Anfang 2025 in dem Jugendclub habe Ende April mit der Arbeit begonnen, teilte das Bezirksamt Neukölln mit. 

In dem Neuköllner Jugendclub soll eine 16-Jährige von Jugendlichen Ende 2025 vergewaltigt und später bedrängt worden sein – die Polizei erfuhr davon erst durch die Anzeige des Vaters im Februar 2026. Weder das Jugendzentrum noch später das zuständige Jugendamt des Bezirks erstatteten Anzeige. Zu den Gründen gibt es unterschiedliche Darstellungen. Inzwischen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall. 

Erste Ergebnisse der Kommission für Mai erwartet

Bis Ende Mai sollen erste Ergebnisse der Kommission bekanntgegeben werden. Bis Anfang September werde die Kommission ihren Abschlussbericht der Öffentlichkeit vorstellen, hieß es. Ziel sei die Aufklärung des Sachverhalts und eine Analyse von Fehlern. Die Kommission soll auch Empfehlungen für die Zukunft geben.

Geleitet wird das sechsköpfige Gremium von der Psychologin und Psychotherapeutin Elke Nowotny, die von 1996 bis 2017 Vorstandvorsitzende des Kinderschutz-Zentrums Berlin war. Nowotny arbeitete demnach auch in der Clearingstelle im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen die Ballettschule und Schule für Artistik Berlin. Weitere Mitglieder sind Vertreter des Kinderschutz-Zentrums und der Senatsverwaltung für Bildung und Jugend, außerdem ist eine Rechtsanwältin dabei. 

Die Kommission tage nicht öffentlich und unabhängig vom Bezirksamt Neukölln, hieß es. Die Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke), die in dem Fall selbst in der Kritik steht, hatte betont, sie wolle Aufklärung.


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Aus aller Welt

Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.

weiterlesen...
Wie TikTok toxische Männlichkeit bei Jugendlichen befeuert
Aus aller Welt

TikTok-Trends setzen Jungs unter Druck, fragwürdige Männlichkeitsideale zu erfüllen - teils mit gefährlichen Methoden. Zwei Schüler erzählen, was das mit ihnen macht und wie ein Workshop geholfen hat.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Blitzer

Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung

weiterlesen...
Feuerwehren: Brauchen mehr Technik für Waldbrand-Einsätze
Aus aller Welt

In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik für Waldbrand-Einsätze
Aus aller Welt

In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.

weiterlesen...
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Aus aller Welt

Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.

weiterlesen...