Teile Deutschlands müssen sich auf erneute Unwetter einstellen. Am Freitagnachmittag und -abend könnten nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) schwere Gewitter vor allem den Südosten treffen. Ab dem Abend bis Samstagvormittag kann es zudem in der Mitte Deutschlands lokal stark regnen. Dann besteht laut DWD Überflutungsgefahr. Etwa vom Alpenrand bis nach Niederbayern könnten sich schwere Gewitter mit lokal heftigem Starkregen, schweren Sturm- bis Orkanböen und Hagel entwickeln, sagt DWD-Meteorologe Tobias Reinartz. Dies sei aber unsicher. Der DWD empfiehlt, aufmerksam die Warnlage zu verfolgen. Die besten Chancen für längere trockene Phasen gibt es demnach heute in Mecklenburg-Vorpommern, im nördlichen Brandenburg und in Sachsen-Anhalt. Aber auch dort zögen immer wieder dichtere Wolkenfelder auf, die Sonne zeige sich nur zeitweise. Am Samstag kommt das Wetter allmählich zur Ruhe, wie Meteorologe Reinartz sagt: «Vielerorts sind zwar nochmals Schauer, vereinzelt auch Gewitter unterwegs, die aber ne ganze Ecke schwächer ausfallen werden.» Der DWD erwartet Höchstwerte zwischen 18 und 23 Grad, die höchsten Werte wird es demnach im Süden geben. Es weht mäßiger, an der Küste stark böiger Wind aus West bis Nordwest. Ganz anderes Bild am Sonntag: Dann kann sich der Süden über bestes Ausflugswetter mit Sonne und Höchstwerten zwischen 20 und 25 Grad freuen. Im Norden sind dagegen mehr Wolken unterwegs, vereinzelt gehen Schauer nieder, wie der DWD erklärt. Es ist windig, die Höchstwerte steigen auf 18 bis 22 Grad. Unterdessen wird nach den schweren Unwettern von Mittwochabend weiter aufgeräumt. Durch den Großraum Wetzlar in Hessen fegte nach Erkenntnissen des DWD ein Tornado - ebenso wie durch das brandenburgische Fürstenwalde/Spree. Wenn man die Schäden betrachte, die der Tornado verursacht hat, sei es ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei, sagte die Bürgermeisterin des hessischen Solms, Katharina Didlapp. In der mittelhessischen Stadt wurde etwa ein Dutzend Häuser beschädigt, zwei gelten als unbewohnbar. Für zwei Familien seien Notunterkünfte bereitgestellt worden. Die Höhe des Schadens sei noch unklar, er liege wohl mindestens im oberen sechsstelligen Bereich. Teilweise seien Bäume in Gärten geweht worden, von denen gar nicht klar sei, woher sie stammten: «Keiner kann mehr sagen, was wem gehört.» Die Stadt habe Container aufgestellt, um die Anwohner und Anwohnerinnen bei der Entsorgung von Trümmern zu unterstützen. «Es bleibt noch viel zu tun», sagte die Bürgermeisterin.Wetterberuhigung am Wochenende
Aufräumen nach Tornados
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Unwetter mit Starkregen drohen im Südosten und in der Mitte
Erneut könnten in einigen Landesteilen heftiger Regen und Wind aufziehen. Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst dagegen ruhigeres Wetter vorher.
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