Der Magdeburger Weihnachtsmarkt erhält vorerst keine Genehmigung - wegen Diskussionen um das Sicherheitskonzept. Hintergrund sei ein Schreiben des Landesverwaltungsamtes an die Stadt, in dem dieses Konzept fast ein Jahr nach dem verheerenden Anschlag kritisiert wurde, teilte die Stadt mit. Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) informierte am Abend den Stadtrat in einer Sondersitzung über die Entscheidung - wenige Stunden nach Beginn des Prozesses gegen den Attentäter von 2024. In dem siebenseitigen Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, werden zahlreiche Punkte des Sicherheitskonzeptes kritisiert. Unter anderem geht es um den Zufahrtsschutz und die Sicherheitskräfte. Daher könne es keine Zustimmung geben, heißt es in dem Brief, der am vergangenen Freitag an die Stadt gegangen ist. Zudem verkenne die Weihnachtsmarkt GmbH als Veranstalterin vollkommen die mit der Durchführung verbundenen Pflichten. Die möglichen Auswirkungen seien so gravierend, dass es ihre Pflicht gewesen sei, umgehend den Stadtrat zu informieren, sagte Oberbürgermeisterin Borris. Gleichzeitig kritisierte sie das Vorgehen des Landesverwaltungsamtes. Die Weihnachtsmarktgesellschaft sei bereit, viele Hinweise in das Sicherheitskonzept zu integrieren, lehne aber auch einige der vom Land geforderten Maßnahmen ab. «Trotz der gegenteiligen Rechtsauffassung, die wir gegenüber dem Landesverwaltungsamt in dieser Frage haben, wird die Landeshauptstadt aufgrund der Weisung des Amtes vorerst keine Genehmigung für den diesjährigen Weihnachtsmarkt erteilen können», sagte Borris. Es sei jedoch ihre Hoffnung, dass der Magdeburger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr durch eine Bündelung aller Kräfte dennoch stattfinden könne. Vor fast einem Jahr war ein Attentäter mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt gefahren und hatte sechs Menschen getötet und rund 300 zum Teil schwer verletzt. Am Montag hatte der Prozess gegen den Angeklagten aus Saudi-Arabien in Magdeburg begonnen. Die Anklage wirft dem 51-Jährigen unter anderem vollendeten Mord in sechs Fällen und versuchten Mord an weiteren 338 Menschen vor.Stadt hat andere Rechtsauffassung
Am Morgen begann der Prozess gegen den Attentäter
Bildnachweis: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Vorerst keine Genehmigung für Magdeburger Weihnachtsmarkt
Der Prozess gegen den Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt hat begonnen. Vor einem Jahr starben sechs Menschen, viele wurden verletzt. Nun ist unklar, ob der Markt in diesem Jahr stattfindet.
Meistgelesene Artikel
- 12. September 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 2. September 2026
Test: Schafswolle statt Plastik als Gletscherschutz
Schafswolle stoppt das Gletscherschmelzen genauso gut wie Plastik – und schont dabei die Umwelt. Warum das den Schwund aber kaum stoppen kann.
Ulm (ots) - Im Zeitraum von Ende Juli bis Anfang August kam es im Bereich Herbrechtingen und Heidenheim zu einem...
Neueste Artikel
- 12. September 2026
Aktuelle Blitzer im Kreis Heidenheim
Täglich aktualisierte Blitzermeldungen für Heidenheim und Umgebung
- 12. September 2026
Niedriger Pegelstand setzt Bodensee zu
Am Bodensee zeigt sich das Niedrigwasser besonders in Häfen und flachen Uferbereichen. Was das für Urlauber und Schiffsverkehr bedeutet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. September 2026
Niedriger Pegelstand setzt Bodensee zu
Am Bodensee zeigt sich das Niedrigwasser besonders in Häfen und flachen Uferbereichen. Was das für Urlauber und Schiffsverkehr bedeutet.
- 12. September 2026
Jüngster König der Welt in Uganda beigesetzt
Mit drei Jahren wurde Oyo zum König gekrönt, mit nur 34 starb er. Nun wurde der Monarch in Uganda mit alten Ritualen beigesetzt.

