4. September 2025 / Aus aller Welt

Wessis für Umzug gesucht: «Sympathisches Brandenburg»

Mit einem neuen Slogan will Brandenburg für das Land werben und Umzugswillige aus westdeutschen Ländern finden. Dabei macht der Wirtschaftsminister ein ungewöhnliches Angebot.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) wirbt mit einer neuen Kampagne für Zuzüge aus Westdeutschland. (Archivbild)
Veröffentlicht am 4. September 2025 um 15:33 Uhr

Mit einer ungewöhnlichen Aktion im Rahmen der Kampagne «Sympathisches Brandenburg» will das Bundesland Westdeutsche für einen Umzug begeistern. «Wir sponsern einen Umzug aus den sogenannten alten Ländern nach Brandenburg», heißt es in einem Schreiben von Landesmarketing-Leiter Florian Engels an 102 Unternehmen, zehn Universitäten und Hochschulen sowie vier Schulämter. «Und unser Wirtschafts- und Arbeitsminister Daniel Keller wird am Umzugstag helfen, Kisten zu schleppen.» Zuvor hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet.

Dabei geht es um die Frage, ob in den Firmen, Hochschulen und Schulen des Landes demnächst neue Kolleginnen und Kollegen aus westdeutschen Ländern starten und ob dies mit einem Umzug verbunden ist. «Das Landesmarketing erhält aktuell viele sehr positive Reaktionen und erste Meldungen von Umzugswilligen aus den sogenannten alten Bundesländern», sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.

Neue Herbstkampagne setzt auf Sympathie

Die Umzugsaktion ist Teil der neuen Herbstkampagne, mit der Brandenburg als Deutschlands Zuzugsland Nummer 1 bei der Binnenwanderung werben will. Eine Umfrage unter 1.600 Menschen hatte nach Angaben vom April steigende Sympathiewerte Brandenburgs in Ost- und Westdeutschland belegt. Das Budget für das Landesmarketing stieg mit dem neuen Haushalt von 800.000 Euro auf eine Million Euro im Jahr.

Die Kampagne von 2023 trug den Titel «Schöne Orte brauchen keine schönen Namen» und warb augenzwinkernd mit Ortsnamen wie Motzen, Protzen oder Kotzen. Im vergangenen Jahr ging es um den typischen Brandenburger Ausspruch: «Da kannste nich meckern.»


Bildnachweis: © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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