22. Juni 2025 / Aus aller Welt

Wombacher kochen 465 Kilogramm schweren Rekord-Kloß

Das unterfränkische Wombach wollte das 700-jährige Dorfjubiläum mit einer besonderen Aktion würzen. Es musste ein Weltrekordversuch her. Das Ergebnis überzeugte auf der Waage - und kulinarisch auch.

Bei ihrem 700-Jahr-Jubiläum haben die Einwohner von Wombach in Unterfranken einen rund 465 Kilo schweren Kartoffelkloß hergestellt.
Veröffentlicht am 22. Juni 2025 um 09:26 Uhr

Im unterfränkischen Dorf Wombach ist bei einem Weltrekordversuch ein fast 465 Kilogramm schwerer Kartoffelkloß gekocht worden. Mit der Aktion wurde ein früherer Rekord aus Jena in Thüringen deutlich übertroffen. Die Menschen aus dem 2.000 Seelen großen Ortsteil der Stadt Lohr am Main hatten den «größten Kloß der Welt» im Rahmen ihrer Feier zum 700-Jahr-Jubiläum des Dorfes gekocht und verspeist.

Wie Rekordrichterin Laura Koblischek vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) bekanntgab, war der Kloß aus Wombach letztlich 464,8 Kilo schwer. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2010 in Jena aufgestellt - dort wurde damals ein 365 Kilogramm schwerer Kartoffelkloß gekocht. Diese Marke wurde in Unterfranken mit dem dortigen Mammut-Kloß um fast 100 Kilo übertroffen.

Die Idee zu dem Rekordversuch sei entstanden, um mehr Interessierte zu dem Dorfjubiläum zu locken, erklärte Organisator Klaus Roth. «Wir wollten etwas Besonderes machen.» 

Die Vorbereitung habe etwa eineinhalb Jahre gedauert. Zunächst sei nötig gewesen, einen 3.000 Liter fassenden Kochtopf zu beschaffen - mit einem Durchmesser von 1,60 Meter sowie zweieinhalb Meter hoch. Den passenden Topf fanden die Wombacher in Bremen. Dazu wurde dann eine passende Kochstation gebaut.

Geübt wurde mit einem Probeknödel

Bereits im Mai wurde ein kleinerer Knödel, der nur etwa einen halben Meter groß war, probeweise zubereitet. Der eigentliche Rekordkloß war dann fast doppelt so groß. Ursprünglich sei die Idee gewesen, die ganzen Kartoffeln für den Kloß selbst zu schälen, erzählte Roth. «Aber das haben wir gleich wieder verworfen.» Danach habe man sich die Unterstützung eines kommerziellen Teigherstellers geholt.

Nach den Berechnungen hätte der Kloß etwa drei Tage lang kochen müssen, um gar zu werden. Da dies praktisch nicht umsetzbar war, wurde die Teigmasse vorgewärmt und dann nur 21 Stunden lang bei 90 Grad in 2.500 Litern Wasser erhitzt.

Ergebnis überzeugt: «Schmeckt wie daheim»

Etwa 2.000 Schaulustige waren zu dem Weltrekordversuch gekommen - viele beteiligten sich dann an dem Vertilgen des Rekordkloßes. Viele Besucher sagten anerkennend, dass der Kloß richtig gut geworden sei. «Schmeckt eigentlich wie der ganz normale Sonntagskloß von daheim», meinte eine Besucherin.


Bildnachweis: © Daniel Löb/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kinderbedarfsbörsen in Heidenheim: Die wichtigsten Termine im Frühjahr 2026
Aktuell

Kinderbasare Frühjahr 2026 rund um Heidenheim: Alle Termine für Kleidung, Spielzeug & Babybedarf im Überblick – nachhaltig stöbern und sparen.

weiterlesen...
Eine Buddha-Statue sorgt in Schwäbisch Gmünd für Aufregung
SWR

Die dreieinhalb Meter hohe Buddha-Steinfigur hat in Schwäbisch Gmünd für Ärger gesorgt.

weiterlesen...
Erste Frühlingsgefühle bei 20 Grad und mehr
Aus aller Welt

Der Deutsche Wetterdienst erwartet sehr milde Temperaturen und Sonne – also nichts wie raus und Zeit im Freien verbringen. Denn das Ende der ungewöhnlich milden Phase ist bereits in Sicht.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Baby-Tod von Influencerin: Ermittlungen wegen Hass
Aus aller Welt

Nach dem Tod ihres Babys sehen sich Influencerin Lisa-Marie Straube und ihr Mann im Netz mit Hasskommentaren konfrontiert. Nach mehreren Anzeigen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

weiterlesen...
Vom Feuerball am Himmel zum Meteorit im Schlafzimmer
Aus aller Welt

Sechs Sekunden Lichtspektakel am Himmel, dann kracht ein Meteorit in ein Hausdach. Warum es sich dabei um eine Besonderheit handelt - und warum niemand gewarnt wurde.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Baby-Tod von Influencerin: Ermittlungen wegen Hass
Aus aller Welt

Nach dem Tod ihres Babys sehen sich Influencerin Lisa-Marie Straube und ihr Mann im Netz mit Hasskommentaren konfrontiert. Nach mehreren Anzeigen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

weiterlesen...
Vom Feuerball am Himmel zum Meteorit im Schlafzimmer
Aus aller Welt

Sechs Sekunden Lichtspektakel am Himmel, dann kracht ein Meteorit in ein Hausdach. Warum es sich dabei um eine Besonderheit handelt - und warum niemand gewarnt wurde.

weiterlesen...